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Antike Türbeschläge austauschen

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Das Türblatt erstrahlt nach dem Schliff und der Holzveredelung wieder im neuen Glanz. Antike Beschläge müssen wegen unwiderruflicher Schäden aber oft ersetzt werden. Ästhetische Vorlieben sprechen dafür, ohne eine Restauration die Türbeschläge zu verändern. Das Austauschen der Bauteile ist kein Buch mit sieben Siegeln. Wesentlich ist die Entscheidung für die geeignete Garnitur. Gleiches gilt für die Sorgfalt bei der Montage. Dann meistern sogar Laien die handwerkliche Aufgabe.

Tipps für die Produktwahl

Als Türdrücker bezeichnet man fachkundig die Klinken. Sie sind über den vierkantigen Drückerstift mit dem Schließmechanismus im Inneren verbunden. Damit lässt sich die Tür prinzipiell schon bedienen. Für die funktionelle Optimierung und Dekoration gesellen sich aber weitere Bauteile hinzu.

Türdrücker aus massivem Eisen antik patiniert Gründerzeit Türdrücker aus massivem Eisen antik patiniert

Ein Langschild umgibt sowohl den Türgriff als auch das Schlüsselloch. Alternativ werden getrennt voneinander Rosetten an beiden Funktionsbereichen montiert. Das benötigte Bauzubehör wird einzeln oder als Drückergarnitur angeboten. Wegen der durchgehenden Konzeption sind Langschilder plakativ. Das ist ideal, wenn Sie sich antike Türbeschläge mit prägnanter Aura wünschen. Die unverzichtbare Ausstattung trägt dadurch maßgeblich zur Wohndekoration bei. Mit ihrer optischen Leichtigkeit punkten Türrosetten.

Schlüsselrosette Profilzylinder Eisen antik      Drückerrosette Messing patiniert

Wer sich dem Raum nähert, möchte die Türklinke ohne Mühe bedienen. Früh verbreiteten sich deshalb Normen für die Montagehöhe. Von den Standards wurde der Abstand zwischen Drücker und Schlüssel ebenfalls erfasst. Ausnahmen bestätigen bekanntermaßen die Regel. Beim durchgängigen Schild ist es ratsam, vor dem Austauschen die Zwischenräume zu vermessen. So können die Maße in die Kaufentscheidung einbezogen werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Zugang für den Türschlüssel später komplett oder teilweise verdeckt ist.

Penibel vorbereiten, dann zur Tat schreiten

Wenn Sie Türbeschläge austauschen, ist Liebe zur Präzision gefragt. Die Tür wird während der Arbeit ausgehängt oder mit einem Keil fixiert. Nach der Demontage der alten Exemplare fügt man den neuen Vierkantstift ins Einsteckschloss ein. Der Zimmerschlüssel landet ebenfalls an seinem Stammplatz. Zum Lieferumfang gehört meist eine Bohrschablone. Alternativ nehmen Sie sich die Zeit, um das Hilfsmittel selbst anzufertigen. Nur damit lässt sich die Position der Bohrlöcher exakt bestimmen. Überzeugen Sie sich beim Markieren der Löcher, dass die Schablone absolut gerade sitzt. Bringen Sie bei Zweifeln eine Wasserwaage oder ein Maßband ins Spiel. Selbst minimale Schieflagen stechen nach dem Austauschen unschön ins Auge.

Türdrücker aus massivem Eisen matt schwarz pulverbeschichtet + Schlüsselrosetten BB

Sobald die Bohrungen mit der Maschine vollbracht sind, platzieren Sie die Griffe. Parallel stecken Sie nicht nur den Stift ein. Gleiches gilt für die Metallschilder oder die Griffrosetten. Jetzt kommen die Schrauben zum Zuge. Danach wird gegebenenfalls die Schlüsselrosette fixiert. Mit dem geeigneten Werkzeug sorgen Sie dafür, dass das Drückerpärchen fest miteinander verbunden ist.

Originalgetreue Restauration und ästhetische Feinheiten

Bei der Renovierung von Altbauten legt man Wert darauf, möglichst viele originäre Details zu erhalten. Beäugen Sie in diesem Fall die Mängel an den Beschlägen genau. Sobald das Holz der Tür restauriert ist, wirken Gebrauchsspuren wie eine rostige Patina oft charmant. Denn sie verweisen nach der Verjüngungskur auf die lange Vita der Bausubstanz.

Alte Türen haben mit leichten Gebrauchsspuren einen gewissen Charme
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Die betagte Klinke wackelt beim Bedienen manchmal. Das wird häufig von Beschädigungen am Schild verursacht. Dann müssen Sie nicht die gesamten Türbeschläge austauschen. Wählen Sie passend zum Originalzubehör beispielsweise ein Eisenschild oder eine Messingrosette aus. Sie sind nicht nur einzeln erhältlich. Traditionsbewusste Manufakturen orientieren sich beim Design an historischen Vorbildern. Das punktuelle Ersetzen beschädigter Teile fällt dadurch kaum auf.

Die Langschildgarnitur fanden Sie schon immer zu wuchtig. Mit einer Rosettengarnitur würde Ihnen die Zimmertür besser gefallen. Gleiches gilt für schmalere Messingschilder. Kurzum: Wenn Sie renovieren, möchten Sie den persönlichen Stil einfließen lassen. Das bringt meist mit sich, dass die vorhandenen Bohrungen nicht passen. Von der neuen Türgarnitur werden sie oft nicht verdeckt.

NATURA LINE - Pastellbeize

Bedenken Sie das Detail schon bei der Holzrestauration. Füllen Sie die Löcher nach dem Grundschliff mit Holzkitt oder Holzmasse auf. Danach spricht nichts mehr gegen Accessoires mit anderen Maßen. Wachsstangenkitt ist außerdem hilfreich, wenn sie lediglich die Türbeschläge austauschen. Damit lässt sich ein klaffendes Bohrloch passend zur Holzfarbe verschließen. Bei Bedarf greifen Sie zusätzlich zum Lackstift, um die Ausbesserung zu kaschieren.

Spezialzubehör für die praktischen und ästhetischen Details

Die ansprechende Ästhetik ist nur eine Seite der Medaille. Nach der Restauration wünschen Sie sich eine Tür, die in jeder Hinsicht funktionstüchtig ist. Ein Detailblick hat sich die Bandseite mit den Haken, Kolben und Schutzkappen verdient. Sie sind bei alten Bauten häufig abgenutzt. Die schadhafte Aufhängung führt dazu, dass das Türblatt nicht mehr in die Zarge passt oder das Schloss nicht greift. Hierfür sind Ersatzteile gedacht, die wie antike Türbeschläge aussehen.

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Türbänder wurden früher verwendet, um die dauerhafte Stabilität zu gewährleisten. Sie tauchten an Gartentoren und Hauseingängen ebenso auf wie an rustikalen Zimmertüren. Die Langbänder und Kreuzbänder sind ideal, wenn Sie der neuen Holztür eine urige Note verleihen möchten.

Meist werden die Zimmer im Haus nicht aus Sicherheitsgründen abgeschlossen. Der versperrte Zugang signalisiert eher den Wunsch nach Privatsphäre. Die Badezimmertür ist dafür ein gelungenes Beispiel. Öffnet sie sich nicht, wird der Raum von einer anderen Person genutzt. In Altbauwohnungen fehlen aber häufig einige Zimmerschlüssel, die gelegentlich benötigt werden. Das gesamte Türschloss müssen Sie deshalb nicht austauschen. Gut sortierte Fachgeschäfte bieten Standardausführungen an. Sie ersetzen alle gängigen Buntbartschlüssel. Für den familiären Gebrauch genügt das Universalzubehör vollkommen.