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Türgriff - Chrombeschläge für Türen
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Chrombeschläge für Türen

« Eleganz, praktisch und pure Nostalgie »

Beschläge sind unverzichtbar. Das galt für antike Türen und hat sich bis heute nicht gewandelt. Verändert haben sich die gestalterischen Möglichkeiten. Eisenbeschläge prägten über Jahrtausende hinweg Gebäude, bevor Messinggriffe populär wurden. Beide Varianten haben einen traditionellen Charakter. Chrombeschläge für Türen entwickelte man erst deutlich später. Sie sind ideal, um Türen modern zu gestalten.

Streifzug durch die Materialgeschichte

Befassen sich Kinder im Chemieunterricht mit dem Periodensystem, taucht dort Chrom auf. Das war Mitte des 18. Jahrhunderts noch anders. Zu diesem Zeitpunkt sammelte man erste Erkenntnisse rund um das Übergangsmetall. Es dauerte nochmals einige Jahrzehnte, bis man es als elementare Substanz nachwies. Auffällig war, dass sich das Metall abhängig von der Oxidationsstufe in unterschiedlichen Farbtönen präsentierte. Darauf verweist der Name mit griechischen Wurzeln.

Motorrad mit chromierten Teilen, Nahaufnahme
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Diese Besonderheit weckte zuerst das Interesse. Künstler arbeiteten gerne mit den farbstarken Pigmenten. Vincent van Gogh setzte sie beispielsweise für seine berühmten Sonnenblumen ein. Das charakteristische Postgelb verweist ebenfalls auf die damals entdeckten Chromfarben. Der Entdecker war mit der Bezeichnung seines nachgewiesenen Elements unzufrieden. Denn für den Urzustand ist ein unscheinbarer Grauton typisch.

In der Gegenwart assoziiert man mit dem Metall eine Silbernuance. Sie ergibt sich bei der Verwendung als Objektbeschichtung. Das erste Patent fürs sogenannte Chrombad wurde im Jahr 1924 angemeldet. Im weiteren Verlauf des 20. Jahrhundert etablierte sich die Veredelungstechnik. Zu den populären Anwendungsbeispielen zählen Leichtmetallfelgen für Fahrzeuge oder Beschläge für Türen.

Sicherheitsbeschlag als Chrombeschlag für TürenSicherheitsbeschlag als Chrombeschlag für Türen

Die Auseinandersetzung mit der Geschichte von Materialien kommt nicht nur der Allgemeinbildung zugute. Sie liefert die Erklärung für die ästhetische Wirkung von Objekten. Türbeschläge mit Chrom sind die Quintessenz des technischen Fortschritts im Industriezeitalter. Sie muten dadurch modern und sachlich an. Es ist gleich, wie beherzt man andere Metallwerkstoffe poliert. Das Ergebnis lässt sich mit dem fulminanten Glanz einer Verchromung nicht vergleichen. Sie ist verantwortlich dafür, dass Türbeschläge mit besonders edler Note erfreuen.

Attraktives Zusammenspiel von Tradition und Moderne

Fachkundige Manufakturen widmen sich der Mission, antike Drückerpaare und Türgarnituren anhand von Originalvorlagen zu reproduzieren. Sie ebnen den Weg zur authentischen Restauration einer Tür im Altbau. Ein runder Knauf ohne Dekor reicht grundsätzlich, um das Aufschließen des Hauseingangs zu erleichtern. Ehrgeizige Schmiede beließen es dabei nicht. Sie sorgten mit ihrer Handwerkskunst dafür, dass das Bauzubehör dem Auge schmeichelt.

Biedermeier Türdrücker aus massivem Eisen matt schwarz pulverbeschichtet

Es gehört zu den klassischen Designideen, Türbeschläge mit einer sternförmig verlaufenden Riffelung zu versehen. Sie lockert die Oberfläche der massiven Schmiedearbeiten auf, bleibt aber dezent. Zunächst waren Eisengriffe typisch für antike Türen. Verzierungen änderten nichts an den derben Facetten des Werkstoffs. Derartige Beschläge sind optimal für den Nostalgiefaktor mit rustikalem Akzent.

Messing im Goldton beeindruckt ebenfalls mit seiner langen Vita. Kunstschmiede brachten die Metalllegierung ins Spiel, um feinere Türgriffe herzustellen. Messingbeschläge vereinen zeitlose Eleganz mit Traditionsbewusstsein. Sie empfehlen sich, wenn man die Historie von restaurierten Türen stilvoll betonen möchte.

Türknauf aus massivem Messing poliert   Türknauf aus massivem Messing poliert

Effektvoll sind kontrastreich gestaltete Chrombeschläge: Auf frühere Epochen verweist die Formgebung. Zum gegenwärtigen Design bekennt sich ihre Veredelung. Die Türbeschläge wirken durch den Stilmix nicht nur ausgefallen. Er sorgt dafür, dass verchromte Beschläge an Restaurationsobjekten nicht deplatziert erscheinen.

Vorteilhafte Kombination aus Handwerkstradition und industrieller Produktionstechnik

Chrombeschläge lenken die Aufmerksamkeit durch ihre äußere Beschichtung auf sich. Sie kommt aber nur zur Geltung, wenn das Innere hervorragend verarbeitet ist. Das Veredelungsverfahren betont sogar feine Unebenheiten. Das gilt insbesondere für Türbeschläge mit Spiegelglanz. Der ansprechende Einsatz von Chrom setzt somit einen umfangreichen Erfahrungsschatz bei der klassischen Metallverarbeitung voraus

 Türknauf Chrom GlanzTürknauf Chrom Glanz

Hersteller für antike Beschläge werfen die benötigten Kompetenzen in die Waagschale. Sie formen zunächst im Sandgussverfahren einen Messingknauf. Der bewährte Metallwerkstoff verleiht dem häufig genutzten Bedienelement die erforderliche Robustheit. Der Ebenmäßigkeit kommt das Bekenntnis zur traditionsverbundenen Handarbeit zugute. Üblicherweise setzt man bei der Oberflächenveredelung auf eine Mehrfachbeschichtung. Chrom gesellt sich dabei zuletzt hinzu. Wird es singulär angewendet, ergibt sich eine matte Optik. Die Beimischung einer weiteren Substanz führt hingegen zum glänzenden Finish.

Türknauf aus massivem Messing glänzend verchromt          Türknauf als Teil eines Chrombeschlags für Türen

Für Chrombeschläge spricht nicht nur die Ästhetik. Die Metallveredelung beschert eine hohe Beständigkeit gegenüber Umwelteinflüssen. Der Ablagerung von Schmutz und Bakterien wirken die glatten Flächen entgegen. Das ist vorteilhaft, weil verschiedene Personen das funktionale Bauteil an der Tür anfassen. Da die Legierung einen antibakteriellen Charakter hat, punkten unbeschichtete Messingkollektionen mit ähnlichen Vorzügen. Sie sind jedoch pflegeintensiver, wenn man das Herausbilden einer Patina verhindern möchte.

Verchromt oder vernickelt?

Etwas früher als die Verchromung etablierte sich die Vernickelung. Bis in die 1930er Jahre wertete man damit zum Beispiel Fahrzeugteile auf. Chrombeschläge für Türen wurden nach der Entwicklung des Verfahrens ebenfalls mit einer Nickelschicht versehen. Dabei ging es nicht nur um den Schutz vor Korrosion. Der silberne Farbton rundete das Design schick ab. Beide Vorteile sorgen dafür, dass Beschläge noch immer attraktiv sind. Wenn man sie flüchtig betrachtet, offenbart sich kein Unterschied zu ihren verchromten Pendants. Beim geruhsamen Direktvergleich wendet sich das Blatt. Für Chrombeschläge ist ein Silberweiß charakteristisch, das die kühle Eleganz begründet. Eine gelbliche Nuance zeichnet das Silber von vernickelten Griffen aus. Sie wirken dadurch einen Hauch wärmer und wohnlicher als Chrombeschläge.

Bauhaus Türdrücker aus massivem Messing glänzend vernickelt + Langschild ohne Bohrung