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Highboard und Sideboard

« Ausflug in die Welt der Kommoden »

Als die Tischler von einst die ersten Kommoden für die private Wohnwelt vorstellten, stieß der neue Möbeltrend auf großes Interesse bei der Bevölkerung, die von Ästhetik und den praktischen Vorzügen gleichermaßen begeistert war. Mit der Zeit wurden diese Möbel in immer weiteren Varianten präsentiert – so etwa in Form von Highboard, Sideboard und Lowboard. Wir erklären die Unterschiede und stellen ein paar Modelle dieser vortrefflichen Landhausmöbel vor.

Erfolgreicher Möbeltrend des 18. Jahrhunderts

Pompöse Schränke mit einem stattlichen Gewicht, die sich kaum bewegen lassen, haben eine sehr lange Tradition. Ergänzt wurden diese eindrucksvollen Tischlerarbeiten zunächst durch pragmatische Designideen wie Truhen, deren Standort bei Bedarf geändert werden konnte. In Kirchen oder Ämtern kamen bereits im früheren 16. Jahrhundert strukturierte Möbel wie Regale oder Sakristeischränke auf, die der Kommode sehr ähnelten.

CLEVELAND 240cm Bücherschrank Highboard Sideboard

In Privaträume wurden derartige Designideen selten integriert. Erst Anfang des 18. Jahrhunderts avancierten Kastenmöbel zu einem Einrichtungstrend, der ausgehend von Frankreich ganz Europa erfasste und bis in die 1930er Jahre anhielt. Nachdem vorübergehend großflächige, teils bis zur Zimmerdecke reichende Schrankwände in Mode kamen, freuen sich die Kommoden nun seit einigen Jahren wieder über ihr Comeback.

Möbel mit Bekenntnis zur Bequemlichkeit

Wer noch eine nostalgische Truhe besitzt, wird bestätigen, wie langwierig die Suche nach einem bestimmten Gegenstand in den Weiten der Kiste ausfallen kann. Genau bei diesem Manko setzten die damaligen Möbelbauer an, als sie die ersten mehrfach unterteilten Kastenmöbel vorstellten. Da das Designkonzept viele alltägliche Handgriffe erleichterte, ergaben sich Assoziationen mit dem französischen Begriff „commodes“, der dem deutschen Wort „bequem“ entspricht. Andernorts bürgerten sich Bezeichnungen wie „Sideboard“ oder „Credenza“ ein, die einen Hinweis zur Nutzung für das seitliche Ablegen und das ansprechenden Kredenzen liefern. Später kamen dann noch Highboards und Lowboards hinzu, die – wie die Namen verraten – entweder etwas höher oder niedriger gebaut waren.

CLEVELAND 240cm Highboard braun walnut

Während die praktischen Vorteile für die geordnete Aufbewahrung sogleich geschätzt wurden, war die optische Untergliederung gewöhnungsbedürftig. Deshalb lenkten vielfach geschwungene Linien von der funktionalen Gestaltung ab oder wurden die Schubkästen hinter einer vorgelagerten Schranktür verborgen. Unter anderem der britische Klassizismus sorgte dafür, dass sich Highboards und andere Sideboards zu einer klareren Linie und den vorteilhaften Unterteilungen bekannten. Bald darauf war das Möbelstück aber so modern, dass sich die Wahrnehmung umkehrte: Wer sich das aufwendiger gefertigte und etwas kostspieligere Sideboard nicht leisten konnte, griff auf den sogenannten Blender zurück. Dieser hatte lediglich eine Tür, die die Unterteilung in Schubladen optisch vortäuschte.

Lowboards und Highboards in all ihrer Vielfalt

Sobald sich das Prinzip etabliert hatte, brachten die Tischler kreative Varianten an Möbel hervor. So entstand der filigran anmutende Chiffonier, der sich für die Accessoires der Damen empfahl. Bei Flügelkommoden wurden Schubkästen mit Schrankeinheiten kombiniert, während sich durch Aufsätze mit Glasfronten die typischen Buffetschränke ergaben. Da die Möbeldesigner über viele Epochen hinweg das Einrichtungsgenre weiterentwickelten, freuen Sie sich in der Gegenwart über eine große Bandbreite an Modellen, die je nach Ausführung mit schmuckhaften antiken Möbelbeschlägen wie Möbelgriffen- und Schildern verziert waren.

CLEVELAND 240cm Lowboard braun walnut

Recht nah an der ersten Kommode orientiert sich ein Sideboard, das etwas höher als ein gängiger Esstisch ausfällt. Typisch ist ein funktionales Design, das – wie das New Dheli Sideboard zeigt – einen ebenso untergliederten wie geschlossenen Stauraum für diverse Gegenstände bietet. Gleichzeitig eignet sich die durchgängige obere Fläche für das Arrangieren hübscher Dekorationsartikel oder häufig benötigter Utensilien. Wenn Sie sich vor Augen führen, dass viele antike Schränke einen gerundeten Abschluss hatten, können Sie die einstige Freude über diese praktische Ablagefläche nachempfinden.

Höher oder niedriger?

Der Name deutet bereits an, dass das Lowboard etwas niedriger ist als die gängigen Kommoden. Dem entgegen reicht das Highboard deutlich darüber hinaus, ohne die Dimensionen eines mannshohen Dielenschrankes anzunehmen. Wenn Sie beispielsweise das Lowboard und das Highboard im Landhausstil aus der Kollektion Cleveland vergleichen, offenbart sich der Unterschied. Die zeitlos schöne Serie greift den historischen Aspekt auf, dass kommodenartige Möbel einst mit einem gläsernen Buffetaufsatz kombiniert wurden. Modern ist hingegen, dieses Detail auf das gesamte Highboard in Weiß oder Braun zu übertragen, um eine Symbiose aus Vitrine und Kommode zu erzielen.

CLEVELAND 160cm Lowboard Sideboard weiß

Kommoden für einen dynamischen Landhausstil

Länge, Höhe, geschlossene Fronten, Glaseinsätze und Schubkästen: Mit diesen Parametern spielen die Hersteller, wenn sie ein Sideboard entwerfen. So entstehen im Rahmen einer Möbelgattung vielfältige Einrichtungsobjekte. Für die ansprechende Raumgestaltung ist vorteilhaft, dass sich durch das vereinende Genre stilistisch ein roter Faden gibt, während das Interieur durch das konkrete Design der einzelnen Möbelstücke abwechslungsreich erscheint.

Tischleuchte - Glasschirm weißvDeshalb kombinieren viele professionelle Innenausstatter zum Beispiel ein Sideboard, ein Lowboard und ein Highboard in Weiß bei der Möblierung. So werden im Raum verschiedene Ebenen erschlossen, wodurch das Flair dynamischer wirkt.

Diesen Eindruck können Sie positiv verstärken, indem Sie auf den Flächen kleinere und größere Dekorationsartikel platzieren. Auch eine Tischleuchte im Jugendstil kann beispielsweise einen optischen Glanzpunkt setzen und den Flur oder das Wohnzimmer in mondänes Licht tauchen.

Highboards und Lowboards mit hoher Funktionalität

Ein Ensemble mit großem Highboard im Landhausstil und weiteren kleineren Sideboard mit blickdichten Fronten oder Glastüren wertet die Wohnwelt auch funktional auf. So verfügen diese Kommoden über reichlich Stauraum, der mehrfach unterteilt und abweichend charakterisiert ist. Die Vitrinen sind ideal für Gläser, Porzellan und Sammlerobjekte, die einen dekorativen Wert haben. Nützliche Utensilien wie Servietten oder technisches Zubehör, das weniger repräsentativ ist, verschwindet in den geschlossenen Fächern. Da jede Person andere Gewohnheiten und Vorlieben hat, empfehlen sich stets andere Kommoden für die Einrichtung im Landhausstil. Eventuell überdenken Sie vor der Anschaffung der Möbel selbst, wie viel Platz für Geschirr, Tischdecken, Besteck, Audio-Zubehör und die vielen anderen Dinge benötigt wird. So können Sie sich beispielsweise gezielt für ein Highboard mit Glasfronten, Schranktüren oder zahlreichen Schubladen entscheiden. In der Quintessenz werden die ausgewählten Sideboards meist besser den individuellen Bedürfnissen gerecht als eine große Schrankwand.