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Holzschutz außen

« Schutz vor Wind und Wetter »

Holz passt wunderbar zum natürlichen Umfeld im Außenbereich. Der Werkstoff benötigt aber etwas Zuwendung, damit er den Umwelteinflüssen standhält. Sie haben dabei die Wahl zwischen dem Wachsen, Ölen oder Lasieren. Welcher Schutz optimal ist, hängt von diversen Faktoren wie dem Standort oder der Nutzung ab.

Hölzer mit naturgegebenem Schutz

Profis denken schon an den Holzschutz, bevor sie Bauten errichten oder Outdoor-Equipment aussuchen. Wird sofort das optimale Naturmaterial ausgewählt, erübrigen sich aufwendige Arbeiten für die Instandhaltung. Es fällt außerdem leichter, Gartenmöbel zu pflegen.

Einige Holzarten sind dafür bekannt, dass sie besonders wetterfest sind. Dazu zählt die Lärche als heimischer Klassiker, die 2012 als Baum des Jahres im Rampenlicht stand.

Die Douglasie zeigt der Witterung ebenfalls die kalte Schulter. Das Nadelgehölz stammt ursprünglich aus Nordamerika, wird aber in Europa von der Forstwirtschaft kultiviert. Gleiches gilt für die Robinie. Sie liefert einen wetterresistenten Rohstoff. Über ihre europäische Verbreitung freuen sich übrigens die Bienen und Imker. Denn der schnell wachsende Laubbaum blüht, bringt Hülsenfrüchte hervor und liefert einen reichhaltigen Nektar. Teak und Bambus gehören zu den exotischen Alternativen, wenn Sie sich den Holzschutz außen weitgehend ersparen möchten. Manchmal sprechen praktische oder persönliche Gründe dafür, weniger robuste Holzsorten zu bevorzugen.

Schutzlack auf Holzmoebel auftragen
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Als nicht oder mäßig dauerhaft werden Weichhölzer wie die Tanne und Kiefer eingestuft. Das trifft auf einige Harthölzer wie Ahorn oder Birke ebenfalls zu. Dann ist die hochwirksame Imprägnierung bedeutend. Es empfiehlt sich außerdem eine wasserundurchlässige Beschichtung mit Lack. Grundsätzlich kommt es darauf an, wo Sie das Holz einsetzen möchten. Der Zaun befindet sich gänzlich im Freien und wird rund ums Jahr mit rauen Witterungseinflüssen konfrontiert. Das spricht für einen hocheffektiven Holzschutz.

Die Außenmöbel auf der Terrasse werden oftmals von einer Überdachung geschützt. Es besteht zudem die Möglichkeit, sie im Winter einzulagern oder mit einer Hülle zu schützen. Das erlaubt den Einsatz von Werkstoffen mit eingeschränkter Wetterbeständigkeit, wenn Sie sich gewissenhaft der Holzpflege widmen.

Holzlasur für den leistungsstarken Witterungsschutz

Lack verdeckt das Holz und verschließt die Poren komplett. Das bremst äußere Einflüsse effektiv aus. Wer es bunt mag, schätzt die beinahe grenzenlosen Freiheiten bei der Farbgestaltung.

Die deckende Beschichtung hat aber Nachteile. Temperaturschwankungen führen schnell zu feinsten Lackrissen, die kaum ins Auge fallen. Der Holzschutz ist dann nicht mehr gegeben, weil er sich ausschließlich auf die Oberflächenversiegelung bezieht. Es ist deshalb nicht ungewöhnlich, dass man erst durch Holzschäden auf die Mängel bei der Lackierung aufmerksam wird. Nachhaltiger und verlässlicher ist eine hochwertig formulierte Holzschutzlasur. Da sie ins Material eindringt, ergeben sich eine Tiefenwirkung und ein Oberflächenschutz.

COMPLEX Holzschutzwachs

Erfahrene Hersteller setzen auf eine Mixtur mit Naturharzen und Wachsen. Sie sorgen dafür, dass der Holzschutz nach dem Trocknen offenporig und bedingt flexibel ist. Er neigt dadurch nicht zum Abblättern und bewahrt länger seine Effektivität. Der UV-Filter einer Holzwachslasur bremst die zehrenden Kräfte der Sonne aus. Wird das Objekt mit zwei oder drei Anstrichen versehen, sind die Oberflächen vor Regen geschützt.

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Mit einer pigmentierten Lasur lässt sich der Holzton intensivieren. Schrille Nuancen ergeben sich beim Lasieren aber nicht. Lackieren Sie Accessoires wie Blumentöpfe in kräftigen Farben, wenn Sie sich peppige Akzente für den Garten wünschen. Sukzessive auftretende Lackschäden lassen sich bei den dekorativen Extras leichter verschmerzen als bei großen Objekten wie dem Gartentor.

Holzschutz mit natürlicher Aura

Lasuren verdecken die Maserung nicht. Wenn Sie eine transparente Rezeptur wählen, bleibt auch die naturgegebene Farbe bewahrt. Beim aufmerksamen Betrachten erschließt sich trotzdem, dass das Holz lasiert ist. Eine Veredelung mit Wachs oder Öl wirkt zweifelsohne ursprünglicher. Generell sind gewachste Möbel recht gut vor Umwelteinwirkungen geschützt. Das gilt besonders dann, wenn sich der Tiefenschutz eines Grundieröls hinzugesellt.

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Holzwachs büßt aber bei höheren Temperaturen seine Festigkeit ein. Wird es außen angewendet, kann es sich in einen klebrigen Film verwandeln. Diese Gefahr besteht zum Beispiel bei Tischplatten. Sie sind der Sonne ausgesetzt und werden stark beansprucht.

Der Name von Teak-Öl verweist zwar auf ein exotisches Gewächs. Geeignet ist das Produkt aber für viele Hartholzarten mit hoher Dauerhaftigkeit.

Für den Holzschutz außen genügt es vollkommen, wenn Sie die wetterfeste Gartenausstattung damit einmal pro Jahr ölen. Dank der Behandlung sind die Holzmöbel nicht nur für belastende Einflüsse wie Regen gewappnet. Der originäre Holzton bleibt bewahrt und die Ästhetik wirkt ansprechender.

TEAK OIL Fuer Innen und Aussenbereich Naturholzeffekt

Klassische Hartöle feuern die Holzmaserung deutlich an. Wer das nicht mag, entscheidet sich für eine Variante mit Naturholzeffekt. Zu dieser Kategorie gehört das Teak-Öl Sealer von Borma. Es verleiht den Objekten ohne Anfeuerungseffekt eine ansprechende Aura. Vor allem Laien übersehen oft die Vorzüge von dänischem Decköl.

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Die naturnahe Rezeptur wurde speziell für den Außenbereich entwickelt. Der Holzschutz ist deshalb leistungsstark und für seine langanhaltende Wirkung bekannt. Das gilt für feuchte Witterungseinflüsse ebenso wie die Sonneneinstrahlung. Wer Geländer oder Einfriedungen aus Holz ohne eine ästhetische Veränderung schützen möchte, liegt mit dieser Ölmischung richtig.

Strapaziertes Holz aufarbeiten, schützen und pflegen

Das Leben ist manchmal turbulent. Während sich der Fokus auf die alltäglichen Herausforderungen richtet, gerät der Holzschutz in Vergessenheit. Das quittieren die Outdoor-Möbel mit deutlichen Gebrauchsspuren und einer schäbigen Optik.

Stahlwolle Grad 000

Investieren Sie in diesem Fall nicht sofort in eine neue Ausstattung. Stattdessen empfiehlt sich der Griff zur Stahlwolle. Oft sind die Schäden oberflächlich und verschwinden beim beherzten Abschleifen. Die witterungsbedingte Patina löst sich dabei meist zügig. Problematischer sind beispielsweise Getränkeflecken auf Gartentischen. Verschüttete Flüssigkeiten dringen erstaunlich tief ein.

Spiritusbeize Nussbaum mittel

Das lässt sich aber mit einer Beize in dunklen Tönen ausgleichen. Sie kaschiert die Verfärbungen und sorgt für Abwechslung. Denn das Möbelstück erfreut Sie mit einem neuen Look. Vergessen Sie nicht, danach ein Holzschutzprodukt aufzutragen.