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Junges Mädchen trägt Holzschutzmittel gegen Fäulnis auf
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Holzschutzmittel gegen Fäulnis

« Womit Sie das Leben von nassgewordenen Möbeln verlängern »

Regen hat den Gartentisch durchtränkt, bevor man ihn einlagern konnte. Bei einem Wasserschaden im Haus sind die Holzmöbel nass geworden. In diesen Fällen befürchtet man die Entstehung von Fäulnis. Grundwissen zum Abbauprozess und geeigneten Holzschutzmitteln erleichtern es, mit der Situation umzugehen.

Zersetzungsprozess infolge von Pilzbefall

Holz ist ein umweltverträglicher Werkstoff, weil es nachwächst und biologisch abbaubar ist. Der zweite Prozess ist bei der Entsorgung vorteilhaft. Solange Möbel im Einsatz sind, möchte man ihn logischerweise verhindern. Für den Abbauvorgang ist neben Insektenbefall die Holzfäulnis verantwortlich, die von Pilzen verursacht wird.

Abhängig von der Pilzart und dem optischen Charakter der Holzschäden differenziert man Formen der Fäulnis. Einige Ständerpilze haben es aufs braune Lignin im Naturmaterial abgesehen. Das spiegelt sich in der Verfärbung der befallenen Holzflächen wider, die zugleich faserig wirken. Man spricht deshalb von der Weißfäule. Ähnliche Schäden ruft die Rotfäule hervor. Sie verdankt ihren Namen ebenfalls den provozierten Farbveränderungen.

Mann in Schutzkleidung untersucht verschimmelte Holzstruktur
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Bei Braunfäule bauen die Erreger Cellulose ab. Der Hausschwamm oder Kellerschwamm ist oftmals beteiligt, wenn sie bei verbautem Nutzholz auftritt. Typisch ist für den angegriffenen Werkstoff eine rissige Struktur. Tückisch ist bei dieser Holzfäulnis, dass sie sich oberflächlich weniger abzeichnet. So kann es sein, dass der Materialschaden im Inneren unbemerkt bleibt. Plötzlich wird man vom Durchbrechen des Holzteils überrascht. Ähnlich schleichend kann bei der sogenannten Moderfäule die Holzzerstörung verlaufen.

Pilzbefall ist auch die Ursache von Bläue-Schäden, die vorwiegend Nadelhölzer betreffen. Die Farbe ergibt sich durch dunkel pigmentierte Schlauchpilze, die sich in den Holzzellen einlagern. Bei manchen Weichholzarten kommt es erst dazu, wenn sie nach einer Trocknung wieder mit Feuchtigkeit konfrontiert werden. Es handelt sich bei dem Prozess nicht um klassische Fäulnis, die der Konstruktion schadet. Bläue-Pilze bescheren eine ästhetische Veränderung, die bei Holzmöbeln meist unerwünscht sind.

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Keine Fäulnisschäden ohne Feuchtigkeit

Die Fäule-Erreger benötigen über einen längeren Zeitraum hinweg gewisse Temperaturen und einen bestimmten Feuchtigkeitsgrad als Lebensgrundlage. Ihre Fortschritte bei der Zersetzung werden außerdem von den Holzeigenschaften bedingt. Einige Bäume tragen aufgrund ihres Standorts das Holzschutzmittel gegen Fäulnis in sich. Das ist beispielsweise bei Teak der Fall. Die Natur wappnet das tropische Holz für die Umwelteinflüsse in Regenwäldern.

Teak Tropenwald - das Holz hat ein natürliches Holzschutzmittel gegen Fäulnis
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In gut klimatisierten Wohnräumen liegt die Holzfeuchte bei rund 10 Prozent. Gleiches gilt für die Sommersaison im Garten. Das genügt den meisten Pilzgattungen nicht. Mit ihnen ist erst ab einer Feuchte von 20 Prozent zu rechnen. Wenn sie noch höher ausfällt, ist Holzfäulnis vorprogrammiert. Dazu kommt es nicht nur beim Dauereinsatz im Freien. Gleiches gilt für Holzmöbel im Badezimmer oder Arbeitsplatten aus naturbelassenem Massivholz in der Küche. Die vorbeugende Behandlung mit einem Schutzmittel ist deshalb besonders wichtig. Erdkontakt kann zu innerlicher Durchfeuchtung führen, obwohl die Umgebungsluft trocken ist. Bedenken Sie diesen Aspekt, wenn Sie einen Tisch dauerhaft auf der Wiese platzieren.

Gartentisch mit Stühlen in sommerlichem Garten
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Fäulnispilze benötigen eine gewisse Holzfeuchtigkeit. Schimmelpilzen genügt es, wenn die Luftfeuchtigkeit relativ hoch ist. Durch sie werden Holzoberflächen zum Nährboden. Schimmel relativiert zunächst die materielle Dauerhaftigkeit nicht. Die Funktionalität der Holzausstattung bleibt gewahrt. Die gesundheitlichen Auswirkungen von Schimmelbefall sprechen aber für die sofortige Bekämpfung.

Vorbeugen statt korrigieren – tiefenwirksamer Holzschutz

Fäulnis zählt von jeher zu den gefürchteten Materialschäden, die nicht nur Holz betreffen. Gleiches gilt für Textilien und Leder. Das bewegte früher dazu, leistungsstarke Schutzmittel einzusetzen. Hierzu gehört Pentachlorphenol (PCP). Da die chemische Substanz die Gesundheit beeinträchtigt, ist es in Deutschland seit langer Zeit verboten.

Studien zeigen, dass das einst beliebte Holzschutzmittel über Jahrzehnte hinweg seine Schädlichkeit bewahrt. Das gilt es zu bedenken, wenn beispielsweise nach der Anschaffung eines alten Holzschranks plötzlich gesundheitliche Probleme auftreten. Aus denselben Gründen ist es vor dem Kauf von Altbauten mit Holzarbeiten sinnvoll, einen Sachverständigen einzubeziehen. Die USA, China und Taiwan sind ausgewählte Beispiele für die vielen Länder, in denen die Verwendung von PCP noch üblich ist. Beim Kauf von Kleidung, Schuhen oder Holzspielzeug sollte man deshalb auf Prüfsiegel achten.

Stuhl wird mit Holzschutzmittel gegen Fäulnis lackiert
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Es hat seine Vorzüge, dass aggressive Holzschutzmittel gegen Fäulnis ihre Nachteile offenbarten. Man entdeckte traditionelle Verfahren für die Imprägnierung wieder. Rohes Leinöl aus kalter Pressung bewirkt einen umfassenden Tiefenschutz. Gleiches gilt für modern formuliertes Grundieröl, das auf eine naturreine Rezeptur setzt. Für die strapaziösen Umwelteinflüsse im hohen Norden wurde ursprünglich das dänische Decköl entwickelt. Das naturnahe Schutzmittel verdankt seine hohe Wirksamkeit unter anderem dem Tungöl.

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Erfahrene Hersteller von Baustoffen und Möbeln imprägnieren stets das Naturholz. Danach gesellt sich eine Oberflächenbehandlung hinzu. Hartholzöl kommt zum Zuge, wenn eine naturbelassene Ästhetik erwünscht ist. Holzlasuren empfehlen sich beispielsweise für die belastbare Versiegelung im Außenbereich. Lackierungen verschließen die Flächen komplett.

Dank der Holzschutzmittel ist es nicht sofort besorgniserregend, wenn Möbel nass geworden sind. Sie verhindern das tiefe Eindringen von Feuchtigkeit und damit gleichzeitig das Auftreten von Fäulnis. Der oberflächliche Holzschutz verliert sukzessive seine Wirkung. Es ist somit wichtig, ihn regelmäßig aufzufrischen.

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Schonend nasses Holz trocknen und neu versiegeln

Wenn beispielsweise Gartenstühle nass sind, widmet man sich umgehend der Trocknung. Stehendes Wasser wird von den Möbelflächen entfernt. Mit etwas Glück bietet die Sonne danach ihre Unterstützung an. Sie beschleunigt die natürliche Verdunstung. Anschließend ist ein Zwischenstopp auf der überdachten Terrasse sinnvoll, bevor man zur Lagerung im Innenraum übergeht. So stellt man sicher, dass der Trocknungsprozess nicht zu abrupt erfolgt. Denn dabei kann es zu Rissen kommen.

Entfernen Sie gegebenenfalls spröde Lackierungen sofort. Die deckende Beschichtung kann das Entweichen der Feuchtigkeit behindern. Das führt häufig zum aufgequollenen Holz. Der Schlüssel zum Erfolg ist Geduld bei durchnässten Objekten. Sie benötigen ihre Zeit, um in der Tiefe vollständig zu trocknen. Das ist die Grundvoraussetzung, um Holzfäulnis langfristig zu vermeiden.

Es ist denkbar, dass das innerliche Holzschutzmittel gegen Fäulnis durch das Wasserbad beeinträchtigt wurde. Wer die Imprägnierung nach dem Trocknungsprozess und Schleifen mit Grundieröl erneuert, landet auf der sicheren Seite. Abschließend trägt man zum Beispiel ein Hartöl als äußeres Schutzmittel auf.

GRUNDIERÖL - für alle Hölzer

Wer Schimmel oder einen Fäulnisprozess am Holzboden, auf der Vertäfelung oder an der Bausubstanz bemerkt, sollte nicht nur schnell handeln. Empfehlenswert ist das Einbeziehen von Experten. Nur sie können das Ausmaß bewerten und den Befall durch das korrekt gewählte Holzschutzmittel stoppen.