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Mahagoni-Möbel pflegen

« Reichhaltige Pflege für edles Holz »

Mahagoni – der rotbraune Werkstoff aus Übersee begeistert von jeher mit seinem luxuriösen Touch. Da das Holz robust ist, bleibt die Funktionalität der Möbel daraus lange bewahrt. Die Beständigkeit bezieht sich aber nicht auf den charmanten Farbton. Es ist deshalb wichtig, regelmäßig das Holz zu ölen. Tropengewächse aus nachhaltiger Forstwirtschaft zählen zu den hochpreisigen Rohstoffen mit begrenzter Verfügbarkeit. Kreative Veredelungstechniken und europäische Harthölzer sind deshalb sinnvolle Alternativen.

Behutsame Restauration kostbarer Holzmöbel

Wird das Tropenholz als echt definiert, stammt es vorwiegend von der Ostküste Mittelamerikas oder aus Südamerika. Einige Gattungen des Laubgewächses gedeihen außerdem in Südostasien. Da der Rohstoff rar ist, bietet sich die Vermarktung von Hartholz mit ähnlicher Ästhetik an.

So wird das südafrikanische Sapeli oft als Mahagoni bezeichnet, was genau genommen falsch ist.

Importierte Kolonialmöbel weckten schon vor Jahrhunderten das Interesse der Betuchten. Anspruchsvolle Tischlermeister angelten sich etwas vom tropischen Edelholz, wenn die Ladungen der Handelsschiffe gelöscht wurden.

Mahagoni-Moebel polieren
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Die rötliche Holzfarbe faszinierte ebenso wie der Glanz des exotischen Naturmaterials. Aufregend waren zudem die Assoziationen mit fernen Ländern und Kulturen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Antiquitäten mit kolonialem Touch sind deshalb begehrter denn je. Es empfiehlt sich nicht nur, die kostbaren Mahagoni-Möbel zu pflegen. Sogar bei deutlichen Schäden lohnt es sich, die antiken Schätze aufzuarbeiten.

Woher kommt das Holz

Das originäre Mahagoniholz stammte zum Beispiel aus Kuba, Brasilien oder Westindien. Die Herkunft wirkt sich auf die Ästhetik aus. Der Holzton schwankt zwischen Hellbraun und Rotbraun. Aufregend geflammte Maserungen sind ebenso vertreten wie harmonisch gestreifte Varianten. Experten bedenken diese regionalen Unterschiede, wenn Sie bei der Möbelrestauration beschädigte Holzteile ersetzen. Denn für den tadellosen Eindruck ist die Harmonie zwischen dem ursprünglichen Werkstoff und dem Austauschholz bedeutend.

Antiker Rokoko-Tisch aus Mahagoni
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Die ambitionierten Möbelbauer der vergangenen Epochen verfügten selten über große Chargen. Das sprach für den sparsamen Umgang mit den Vorräten. Durch den versierten Zuschnitt ist es zudem möglich, die markante Holzmaserung effektiv zu betonen. Es geht deshalb häufig nicht um die Restaurierung von Massivholz, sondern um das fachkundige Auffrischen von Furnier. Begutachten Sie die materielle Zusammensetzung sorgfältig, bevor Sie Mahagoni-Möbel schleifen.

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Bei furnierten Objekten ist ein behutsamer Schliff ratsam, der durch gutes Pflegen bestenfalls komplett vermieden wird. Verschlissene Partien oder Kratzer verschwinden durch eine Behandlung mit passendem Restaurierungsöl. Bei vielen Dellen und Rissen genügt es, die Vertiefungen mit Wachsstangenkitt aufzufüllen. Dank der punktuellen Reparatur erübrigt sich das komplette Abschleifen der Furniermöbel.

Möbelpflege bei Mahagoniholz

Mahagoni ist grundsätzlich ein solides Holz mit hoher Formbeständigkeit. Äußere Einflüsse wie Temperaturschwankungen beeinträchtigen die Funktionalität selten. Optische Mängel sind aber trotzdem denkbar. Möchten Sie Ihre exklusiven Möbel davor bewahren, sorgen Sie für ein ausbalanciertes Raumklima. Eine Platzierung direkt neben der Heizung ist nicht empfehlenswert. Gleiches gilt für intensive Sonneneinstrahlung.

Wenn Sie nicht alle Tipps zum Standort berücksichtigen können, ist die Möbelpflege besonders wichtig.

Imposant ist der Rotton mit exquisitem Glanz. Die natürliche Schönheit schmälert sich aber zügig, wenn das Holz nicht genährt und geschützt wird. Greifen Sie im Abstand von drei Monaten zum weichen Tuch, um die Mahagoni-Möbel zu pflegen. Wenn Sie dabei abgenutzte Stellen ausgleichen möchten, empfiehlt sich ein farbiges Restaurationsöl. Für die klassische Auffrischungskur ist ein farbloses Hartöl vorteilhaft. Es verwandelt sich nach dem Auftragen in eine strapazierfähige Schutzschicht. Die Möbelflächen sind dadurch besser für die alltägliche Beanspruchung gewappnet.

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Orientieren Sie sich an der Richtung der Maserung, wenn Sie die gereinigten Holzmöbel ölen. Nach dem Verteilen ist es wichtig, Rückstände von der Substanz abzunehmen. Sie verursachen klebrige Stellen oder einen schmierigen Film. Nach der Schutzbehandlung warten Sie eine 15 Minuten. Danach polieren Sie die Oberflächen glanzvoll auf.

Im Alltag reicht es meist vollkommen, den Staub trocken abzunehmen.

Mit einem angefeuchteten Baumwolltuch entfernen Sie leichte Verunreinigungen. Für hartnäckige Ablagerungen sind zahlreiche Hausmittel wie Apfelessig oder eine Paste aus Olivenöl und Salz bekannt. Bei der Anwendung schleichen sich aber schnell kleine Fehler ein, die Holzschäden provozieren. Es ist ratsamer, auf professionelle Mittel für die Möbelpflege zurückzugreifen. Experten empfehlen bei Bedarf das Reinigen mit einer milden Lauge aus Holzseife. Alternativ setzen Sie auf einen hochwertig formulierten Balsam, der sich fürs Säubern, Pflegen und Polieren geölter Möbel eignet.

Effektvolle Veredelungstechniken und robuste Harthölzer aus Europa

Wer seine Wohnung im Kolonialstil einrichtet, liebäugelt mit Mahagoni. Wenn Antikmöbeln oder moderne Kollektionen aus dem wertvollen Tropenholz Ihr Budget sprengen, ist etwas Kreativität gefragt.

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Flink lässt sich die luxuriöse Aura mit einer pigmentierten Lasur imitieren, die Sie auf jedes angeschliffene Massivholz auftragen können. Alternativ färben Sie das Holz zunächst mit Spiritusbeize, wenn Sie sich ein authentisches Ergebnis wünschen.

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Für die Oberflächenveredelung wählen Sie ein Antikwachs mit Pigmenten. Dadurch verstärkt sich nicht nur das gediegene Rot. Das seidige Finish erfreut mit einem Hauch von Nostalgie. In den Tropen werden Laubbäume mit extremer Witterung und zahlreichen Schädlingen konfrontiert. Mahagonigewächse sind deshalb von Natur aus gegen Umwelteinflüsse geschützt.

borma-antikwachs-mahagoniDieser praktische Vorteil trug zur Popularität des Werkstoffs ebenso bei wie die elegante Ästhetik. Überschaubare Bestände, lange Transportwege und der verbreitete Einsatz von Chemikalien auf Plantagen: Derartige Aspekte schmälern inzwischen die Freude an exotischen Holzarten. Wer trotzdem nicht darauf verzichten möchte, achtet auf die zertifizierte Herkunft aus nachhaltiger Forstwirtschaft und vergisst das Pflegen nicht.

Wenn Sie offen für charismatischen Alternativen sind, hat sich Robinienholz Ihr Interesse verdient. Es begeistert mit seiner honiggelben bis rötlichen Farbe und eignet sich wunderbar für wetterfeste Gartenmöbel.