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Natursteinboden reinigen

« So bleibt die schöne Optik erhalten »

Gesteine wie Granit, Schiefer oder Travertin überzeugen mit ihren robusten Eigenschaften und ihrer optischen Vielfalt. Zugleich handelt es sich um einen sehr charismatischen Werkstoff für die Gestaltung von Böden, der wunderbar mit dem Ambiente im Landhaus harmoniert. Wenn Sie Natursteinboden zudem fachkundig reinigen und pflegen, bleibt Ihnen die faszinierend natürliche Ästhetik über viele Jahrzehnte erhalten.

Individuelle Raumgestaltung mit natürlichem Gestein

Der Natursteinboden ist eine beliebte Alternative zu Keramikfliesen oder Belägen aus Holz und hat eine lange Tradition. Bereits in sehr frühen Bauten setzten die Architekten auf eine Bodengestaltung aus verschiedensten Gesteinsarten. Einerseits punktet das Material mit seinen praktischen Vorteilen, da es ausgesprochen langlebig und bei der richtigen Natursteinpflege unempfindlich ist. Für den lebendigen Alltag im familiären Landhaus sind diese Eigenschaften ideal.

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Zugleich ist der biologische Werkstoff stets einzigartig, wirkt hochwertig und entfaltet abhängig vom Gestein einen anderen Charakter. Sehr warm und mediterran mutet beispielsweise Travertin an, von dem es unter anderem in den italienischen Regionen Tivoli oder Toskana größere Vorkommen gibt. Klassisch elegant ist Marmor, während Schiefer sehr individuell wirkt. Solnhofener Kalkstein von der Fränkischen Alb erscheint ebenso edel wie urig.

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Durch die facettenreichen Nuancen, bruchrauhe oder geschliffene Oberflächen und diverse Verlegetechniken ergibt sich eine große Vielfalt an Möglichkeiten bei der Gestaltung. Deshalb ist der Natursteinboden ideal, um der gemütlichen Wohnwelt ein einzigartiges Flair zu verleihen. Außerdem lässt sich der Belag durch seine Wärmeleitfähigkeit fabelhaft mit einer Fußbodenheizung kombinieren.

Naturstein erst trocken, dann feucht reinigen

Durch die Witterung und andere Umwelteinflüsse verändert Gestein in seiner natürlichen Umgebung oder als Baumaterial im Außenbereich sowohl seinen optischen Charakter als auch seine Konsistenz. Auch bei der Innenausstattung lässt es sich nicht vermeiden, dass sich Schmutz auf der Oberfläche ablagert oder das biologische Material angreift. Wenngleich der Natursteinboden zu den Belägen gehört, die mit recht wenig Zuwendung auskommen, ist regelmäßiges Reinigen natürlich unbedingt empfehlenswert. Dabei hängt die Häufigkeit von der alltäglichen Beanspruchung ab, die beispielsweise durch groben Schmutz im Eingangsbereich oder bei Haustieren höher ausgeprägt sein kann. In der Regel genügt es, beim Frühjahrsputz im jährlichen Turnus intensiv den Naturstein zu reinigen. Ansonsten werden die Oberflächen lediglich trocken vom Schmutz befreit und anschließend feucht gewischt.

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Auch bei der Grundreinigung vor der Natursteinpflege werden zunächst grobe Partikel mit einem Besen oder Sauger komplett entfernt. Dadurch wird unter anderem vermieden, dass beim Schrubben und Wischen Kratzer auf der Oberfläche entstehen. Insbesondere bei glatten und polierten Natursteinböden heben sich diese kleinen Schäden unschön hervor. Anschließend empfiehlt es sich, an das Mobiliar zu denken. Falls die Einrichtungsgegenstände im Raum verbleiben, sollten vor allem Holzmöbel mit Folie oder anderen Hilfsmitteln im bodennahen Bereich geschützt werden.

Grundreinigung von Natursteinen

Nachdem die Oberflächen von losem Schmutz befreit wurden, erfolgt das satte Auftragen der Reinigungsflüssigkeit. Einige Werkstoffe reagieren empfindlich auf Säuren, indem sie ihre Farbe verändern oder poröser werden. Diesbezüglich ergeben sich auch Unterschiede innerhalb einer Gesteinsart. Deshalb ist es sinnvoll, stets auf einen hochwertigen und geeigneten Grundreiniger für Natursteinboden ohne Säuren, Laugen oder Scheuermittel zu setzen. Eingearbeitet wird die Flüssigkeit zum Beispiel mit einem Schrubber.

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Rund zehn Minuten sollten Sie dem Reiniger Zeit gewähren, um einzuwirken, damit der Schmutz gelöst werden kann. Sehr praktisch ist ein Nasssauger, mit dem die sogenannte Schmutzflotte zügig entfernt werden kann. Sollten Sie mit dem Ergebnis zufrieden sein, genügt ein abschließendes Reinigen mit dem Wischer. Die Reinigungsmittel sollten zwar in Ruhe ihre Wirkung entfalten, aber nicht eintrocknen. Deshalb ist es bei großen Flächen ratsam, wenn Sie abschnittsweise den Naturstein säubern.

Naturstein ausbessern und schleifen

Häufig heben sich erst beim intensiven Reinigen beschädigte Stellen oder hartnäckige Flecken hervor. Unter anderem kann ein verschüttetes Glas Rotwein dafür sorgen, dass das Putzmittel die Verfärbungen an der Oberfläche nicht beseitigen kann. Bei brüchigen Stellen hilft ein Zwei-Komponenten-Kitt weiter. Direkt vor der Anwendung wird der Steinkitt mit dem Härter und Pigmenten passend zur Farbe des Natursteins gemischt. Da bereits nach zehn Minuten das Aushärten der Masse beginnt, ist ein zügiges Vorgehen wichtig. Mit einem Spachtel füllen Sie zum Beispiel die entdeckten Löcher auf. Überschüssiger Kitt wird nach dem Trocknen abgeschliffen.

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Völlig unabhängig davon, ob ein kompletter Natursteinboden oder nur ein ausgewählter Bereich bearbeitet werden muss, nehmen Sie sich beim Schleifen jede Platte einzeln vor. Ansonsten kann es sein, dass sich Übergänge später hervorheben und den Gesamteindruck des Bodens beeinträchtigen. Der leicht angefeuchtete Naturstein wird in mehreren Arbeitsgängen zunächst mit grob gekörnten und abschließend mit sehr feinem Papier maschinell oder manuell geschliffen. So verschwinden die festsitzenden Verschmutzungen und es verbleiben keine großen Poren an der Oberfläche, die wiederum anfällig für Schmutzeinlagerungen wären. Beim Kauf aller benötigten Materialien ist es ratsam, einen Fachhandel mit kompetenter Beratung zu fragen.

Natursteinpflege: Optik aufwerten und die Oberfläche schützen

Grundsätzlich müssen Sie zunächst den Naturstein reinigen und verlässlich von Schmutz befreien. Erst danach können Pflegemittel ihre Wirkung entfalten und den Boden in seiner vollkommenen Schönheit erstrahlen lassen. Für die Veredelung wird Steinbodenwachs verwendet, das speziell für den natürlichen Baustoff entwickelt wurde. In der Regel variiert das Vorgehen bei der Pflege abhängig vom Gestein und dem gewünschten Effekt. Während sehr grobkörnige Texturen zugunsten des ursprünglichen Charakters meist gar nicht gewachst werden, wird das Pflegemittel bei porösen Steinarten eher reichlich und verdünnt oder bei harten Materialien sehr dünn und pur aufgetragen. Bei der Entscheidung für eine dieser Methoden, sind die Angaben des Herstellers für Steinbodenwachs hilfreich.

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Nach dem gleichmäßigen Auftragen schließt sich meist eine Einwirkzeit an, bevor die Oberflächen poliert werden. Abhängig von dem Engagement bei der Politur und dem Werkstoff, können ein seidiger Schimmer oder ein ausgeprägter Glanz dank dem Reinigen erzielt werden. Modernes Steinbodenwachs überzeugt damit, dass sich der schöne Glanz nach der Anwendung von selbst ergibt. Die Natursteinpflege kommt nicht nur dem ästhetischen Eindruck zugute. Durch das Wachs werden die Poren geschlossen, damit die Böden Wasser abweisen und weniger Schmutz annehmen. So erleichtern sich dank der Intensivpflege die alltäglichen Handgriffe im Haushalt.

Einige auf Wachs basierende Pflegemittel für den Natursteinboden können ergänzend in geringer Dosierung dem Wischwasser beigemischt werden, um den schützenden und optischen Effekt der Oberflächenbehandlung länger zu erhalten.