Startseite | Landhaus-Restaurationen | Natürliche Oberflächenbehandlung von Holz
Holzpflege
@ tektur / fotolia.com

Natürliche Oberflächenbehandlung von Holz

« Glanzvolle Holzpflege mit Naturmaterialien »

Holz lässt sich vielseitig für den Innenausbau und das Mobiliar als Werkstoff einsetzen, trägt zum gesunden Raumklima bei und bereichert mit seiner einzigartigen Textur langfristig das Ambiente. Damit die positiven Eigenschaften zur Geltung kommen, ist der Verzicht auf eine künstliche Versiegelung ebenso wichtig wie die richtige Holzpflege. Es ergeben sich viele Vorteile, wenn dabei auf eine natürliche Oberflächenbehandlung gesetzt wird.

Nicht ohne Grund zählt Holz seit Gedenken zu den beliebtesten Werkstoffen und kommt bei hochwertigen Möbelstücken zum Einsatz. Jede Holzart erfreut mit ihrer charakteristischen Maserung und typischen Haptik, die dem erschaffenen Objekt seine zeitlos ansprechende Aura verleihen. So ergibt sich die angenehme Atmosphäre im Wohnbereich von selbst und es genügen wenige Details, um ein gemütliches Zuhause einzurichten. Allerdings gehen mit der industriellen Holzbehandlungen einige Nachteile für das Material einher. So geht etwa die Ästhetik verloren, wenn Oberflächenbehandlung beispielsweise ein Kunstharz oder ein synthetischer Lack verwendet wird. Bei diesen Einschränkungen bleibt es durch die künstliche Oberflächenbeschichtung jedoch bei weitem nicht. Da die Poren des Naturmaterials verschlossen werden, kommen die vorteilhaften Charakteristiken für das Raumklima weitgehend oder sogar komplett abhanden. Außerdem wird die elektrostatische Aufladung begünstigt, wodurch Staub gewissermaßen magisch angezogen wird. Diese Nachteile ergeben sich bei naturbelassenen Holzflächen nicht, die mit Blick auf die alltägliche Beanspruchung dennoch geschützt werden sollten.

Holzschutz Wachs
@ kelly marken / fotolia.com

Wachs für den Holzschutz mit modernen Rezepturen

Es gibt diverse Optionen für die natürliche Oberflächenbehandlung von Holz. Zu den traditionellen Mitteln gehört Holzwachs, das einst nur als harte Substanz erhältlich war und bei der Anwendung einige Vorkenntnisse einforderte. Inzwischen finden sich für die natürliche Holzpflege moderne Produkte auf dem Markt, mit denen Sie zügig und mit geringem Aufwand sehr gute Resultate erzielen. Ein gelungenes Beispiel ist das Holzschutzwachs des Kufsteiner Unternehmens Complex.

Das Holzwachs orientiert sich mit Inhaltsstoffen wie pflanzlichen Fetten, ätherischen Ölen und Carnaubawachs an der natürlichen Holzpflege, bezieht aber zugleich neue Erkenntnisse und gegenwärtige Möglichkeiten der Fertigungstechnologie ein. Um eine leicht anwendbare Textur zu erzielen wird beispielsweise ein unbedenkliches Fluid beigemischt, das auch für pharmazeutische Salben verwendet wird. So bleiben die angenehmen Eigenschaften wie die Atmungsaktivität im Gegensatz zu manch anderer Oberflächenbeschichtung nach dem Auftragen erhalten. Geeignet ist das Schutzwachs für die Pflege von Holz und für die Versiegelung von Kork, Natursteinböden oder Leder.

Flinke Pflege im Alltag dank natürlicher Oberflächenbehandlung

Vor der Oberflächenbehandlung wird das Holz bei Bedarf mit feinem Schmirgelpapier ordentlich geschliffen und von etwaigen Resten einer Lackierung befreit. Anschließend stellen Sie durch die Reinigung sicher, dass die Fläche staubfrei und fettfrei ist. Wer möchte, kann das Complex Universalwachs auf maximal 60 Grad erwärmen, um die Trocknung zu beschleunigen und die Eindringtiefe zu erhöhen. Das Holzwachs wird gleichmäßig mit Hilfsmitteln wie einem fusselfreien Wolltuch oder einer Walze aufgetragen, bevor es 24 Stunden aushärtet. Anschließend genügt das Polieren mit einem weichen Tuch, um die natürliche Holzpflege abzuschließen und einen schönen Glanz zu erzielen. Abhängig von der Beanspruchung wird das Wachs ein bis zweimal pro Jahr aufgefrischt.

Holz Schleifen
© steheap / Fotolia.com

Dank dieser zeitgemäßen und naturnahen Oberflächenbehandlung für das Holz sind die Einrichtungsobjekte für den Alltag gewappnet. Fortan genügt es bei der Holzpflege, losen Staub mit einem trockenen Tuch zu entfernen. Leichte Verunreinigungen verschwinden meist durch die Reinigung mit einem nebelfeuchten Lappen. Lediglich bei hartnäckigen Verschmutzungen ist eine milde Möbelseife sinnvoll. Durch die antistatische Eigenschaft, die sich aus der atmungsaktiven Oberflächenbeschichtung ergibt, sind die Holzmöbel pflegeleichter als zuvor. Generell sollte bei der Reinigung auf aggressive Reiniger und Microfasertücher verzichtet werden, denn hier besteht die Gefahr, dass diese die Oberflächen verkratzen oder angreifen können.

Diese Hausmittel können Sie zur einfachen und natürlichen Holzpflege verwenden

Wenn sich der Holzglanz über die Zeit hinweg mindert, dann können Sie statt einer intensiven Oberflächenbehandlung natürliche Hausmittel ins Spiel bringen. Asche wird seit Generationen für die Holzpolitur verwendet. Dabei ist es wichtig, dass es sich um die Asche natürlicher Brennmaterialien wie Holz handelt, die durch Sieben von groben Partikeln sorgfältig befreit wird. Anschließend sollte das klassische Poliermittel an einer verdeckten Stelle ausprobiert werden, da es sich nicht für alle Werkstoffe eignet. Wenn der Test erfolgreich ist, geben Sie von dem vorbereiteten Pulver etwas auf ein angefeuchtetes Tuch und reiben den Naturrohstoff vorsichtig damit ein. Durch diese Behandlung wird die Oberfläche sanft von Verunreinigungen befreit, die eventuell einen Grauschleier verursacht haben. Abschließend polieren Sie die Fläche trocken nach. Wer den seidigen Glanz auffrischen möchte, kann außerdem auf Olivenöl zurückgreifen, das sparsam auf das Poliertuch getröpfelt und auf der Holzfläche verteilt wird.

© Paolese / Fotolia.com

Kleine Schäden geschwind beheben ohne die Optik zu beeinträchtigen

Die Oberflächenbehandlung von Holz mit natürlichen Produkten punktet nicht nur mit dem Erhalt der praktischen und ästhetischen Vorzüge sowie der einfachen Möbelpflege im Anschluss. Tiefer eingedrungene Verunreinigungen oder Kratzer lassen sich geschwind ausbessern. Hierfür genügt in der Regel das vorsichtige Anschleifen der betroffenen Stelle, die später mit Holzwachs wieder versiegelt wird. Diese flinken Korrekturen sind bei synthetischen Oberflächenbeschichtungen nicht möglich. Damit sich ein einheitliches Gesamtbild ergibt, müsste bei einem kleinen Kratzer von der gesamten Fläche der Lack entfernt und nach dem Schleifvorgang die Beschichtung vollständig erneuert werden. Dieses Exempel zeigt, dass der ursprüngliche Werkstoff und die natürliche Holzpflege sowohl optisch als auch praktisch die Nase vorn haben. Wer also Wert auf die natürliche Optik legt und dennoch nicht auf strahlenden Materialglanz verzichten möchte, der ist mit unseren Tipps zur Oberflächenbehandlung gut beraten.