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Der Sekretär im Landhausstil

« Klassisch, geräumig, ästhetisch »

Im 18. Jahrhundert trat ein meisterhaft gearbeitetes Möbelstück seinen Siegeszug an und glich einem Statussymbol, das die stilvolle Lebensart zum Ausdruck brachte. Nach einer Pause von einigen Jahrzehnten ist der Sekretär im Landhausstil wieder en vogue. Für dieses Comeback gibt es gute Gründe, denn die perfekte Kombination aus durchdachter Funktionalität und formschönem Design harmoniert mit den gegenwärtigen Trends wunderbar.

Imposante Möbel für den privaten Schriftverkehr oder die poetische Ader

Als die persönliche Erledigung der privaten Korrespondenz immer bedeutender wurde, war ein passendes Möbelkonzept gefragt. So ließen sich zur Zeit des späten Barocks vor allem Adelige einen prächtigen Sekretär fertigen. Dieses Einrichtungsobjekt entdeckten im Biedermeier und zur Gründerzeit auch Schriftstellern und Geschäftsleute für sich. So entwickelte sich im 18. Jahrhundert ein wohnlicher Trend, der sich auch im 19. Jahrhundert hielt. Dabei ging es um ein Prestigeobjekt, das mit einem gehobenen und intellektuellen Lifestyle in Verbindung gebracht wurde. Deshalb wünschten sich die Besitzer ein Unikat, das sich mit seiner auffälligen Ästhetik aus dem Interieur hervorhob. Außerdem wurde von jeher darauf Wert gelegt, dass der Schreibsekretär nicht nur optisch überzeugt.

Der Sekretär - funktionales Prestige Objekt
© Xtremest / Fotolia.com

Wenig Platz für viel Funktionalität

Das traditionsreiche Möbelstück sollte auf kleinem Raum möglichst viele Funktionen in sich vereinen und sich bei diversen Schreibarbeiten bewähren. Aus diesem Grund nahmen vor allem erfahrene Kunsttischler diese Herausforderung an, die sehr ausdifferenzierte Konzepte entwickelten. Zahlreiche Schubkästen, Ablagen, Aussparungen für Tinte und viele weitere Details sorgten dafür, dass die benötigten Utensilien und wichtige Dokumente ordentlich einsortiert werden konnten. Auch exklusive Bedürfnisse wie Geheimfächer, die sich nur mit den Kenntnissen des Besitzers öffnen ließen, setzten die Meister für ihre Auftraggeber um.

Vorrübergehender Abschied von einem heutigen Landhausstil-Möbelklassiker

Ein antiker Schreibtisch der Gattung zählte bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts zum beliebten Mobiliar und wurde in den Mittelpunkt der Wohnungseinrichtung gerückt. Anschließend wendete sich das Blatt, sodass der Sekretär im Landhaus und in anderen Wohnwelten nur noch selten anzutreffen war.

Sekretär MauriceWährend das Bekenntnis zur eigenständigen Korrespondenz einst als elitär empfunden wurde, stellte sich in den 1920er Jahren eine nüchterne Sicht auf derartige Tätigkeiten ein. Nun spiegelte sich der individuelle Erfolg darin wider, dass derartige Verpflichtungen an das Personal weiter gereicht wurden. In der Quintessenz verschwand der Schreibsekretär aus dem Blickfeld und es wurde – wenn überhaupt – ein dezenter Schreibtisch bevorzugt.

In den 1970ern wiederentdeckt

In den 1970er Jahren wurde der Sekretär vor allem von einer intellektuellen Schicht wiederentdeckt und ein antiker Schreibtisch aus vergangenen Epochen in die Wohnwelt integriert. Als Alternative zu den kostbaren Antiquitäten bot sich ein neuer Schreibsekretär an, der sich an Vorbildern aus vergangenen Epochen orientierte. Dieses Revival vom Sekretär im Landhaus fiel aufgrund der technischen Entwicklungen aber kurz aus. Das Möbelkonzept eignete sich nicht für die Unterbringung eines Computers mit Tower, Monitor und weiterem Zubehör. Somit wurde auch bei einem historisierenden Einrichtungsstil auf moderne Büromöbel mit den benötigten Ausstattungsmerkmalen zurückgegriffen.

Der Sekretär im Landhausstil
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Sekretäre dank der Digitalisierung wieder im Rennen

Im digitalen Zeitalter werden Daten dezentral in der Cloud abgelegt und im privaten Raum vermehrt Notebooks genutzt. Der voluminöse PC verschwindet von der Bildfläche und das Interesse für den Sekretär im Landhausstil ist wieder geweckt. Dabei geht es nicht nur darum, das Ambiente durch nostalgische Akzente aufzuwerten. Ein antiker Sekretär begeistert mit seiner Funktionalität und ersetzt auf kleinstem Raum ein komplettes Büro. Eben diese praktische Brillanz passt hervorragend zu den gegenwärtigen Vorstellungen von einem rundum überzeugenden Möbeldesign.

Sekretär Jaques

Wer sich einen antiken Schreibpultschrank im Landhaus wünscht, muss nicht unbedingt nach einer Antiquität stöbern. Renommierte Hersteller greifen den Trend auf und interpretieren den Klassiker neu. Hierfür ist der Jaques Sekretär in Weiß im Landhausstil von EdleWelt ein gelungenes Beispiel, der sich am vorherrschenden Design im 18. und frühen 19. Jahrhundert orientiert. Zu dieser Zeit orientieren sich die Tischler bei ihren Entwürfen an einem Kabinett oder einer Kommode mit Aufsatz. Häufig unterschieden sich die frühen Exemplare oder die etwas einfacher gehaltenen Sekretäre im Landhaus kaum von einem hohen Schrank. Erst durch das Öffnen der integrierten Klappe ergab sich eine Schreibfläche und offenbarte sich der eigentliche Nutzen des Mobiliars.

Sekretärschrank JaquesAuch der Schreibsekretär im Landhausstil aus der Kollektion Jaques integriert sich sehr diskret in die Wohnwelt und wirkt auf dem ersten Blick wie ein Hochschrank. Nach dem Öffnen des Pultdeckels verwandelt sich das Möbelstück in einen Schreibtisch und die typischen Schubkästen und Regalfächer werden sichtbar. Vor allem in Frankreich kamen ursprünglich Varianten auf, die eher auf verschließbare Schranktüren als auf offensichtliche Schubladen setzten. Dieses Detail wird bei dem modernen Modell im Landhausstil aufgegriffen, das reichlich geschlossenen Stauraum für Dokumente, Bücher und Büroutensilien bietet. So ist in dem Schreibsekretär alles griffbereit, den Sie beispielsweise als Home Office nutzen können.

Sind die Aufgaben erledigt, klappen Sie den Deckel zu und die Arbeitswelt verschwindet während der Freizeit dem privaten Ambiente. Ästhetisch wirken heute vor allem optisch einfache Möbel. Einen puristischen Sekretär werten die Details, wie etwa antike Möbelbeschläge oder die hochwertige Tischlampe aus Messing aus und lassen dieses Möbel im Landhaus wirken.

Die ansprechende Leichtigkeit des Damensekretärs

Im 19. Jahrhundert verabschiedeten sich die Möbelbauer sukzessive vom Konzept eines Schreibschranks und das Design des Sekretärs ähnelte zunehmend einem Tisch. Die Ästhetik wurde filigraner und die Statur wirkte kompakter. Außerdem entwickelte sich bereits in den 1760er Jahren ein antiker Schreibtisch, der als Bonheur du jour bezeichnet wurde und sich auf das Wesentliche konzentrierte.

Diese deutlich leichtere Ausführung war unter anderem für Damen gedacht, die mit wenigen Schüben und einer kleinen Arbeitsfläche auskamen.

An diesem historischen Vorbild knüpft der Sekretär in Weiß aus der Kollektion Maurice an. Für die gelegentlichen Schreibarbeiten der Erwachsenen oder die Ausstattung des Kinderzimmers genügt dieser Schreibtisch im Landhausstil mit sechs Schubladen und drei Dokumentablagen vollkommen. Da sich das geradlinige Design auf dezente Stilzitate aus vergangenen Epochen begrenzt, harmoniert der Schreibtisch auch mit jungen und modernen Einrichtungskonzepten.