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Türdrücker aus Messing – glanzvolle Details für jede Landhaustür

Schon vor Jahrhunderten waren Messingbeschläge beliebt. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Dafür gibt es gute Gründe: Dank der Designvielfalt passen sie zum Landhausstil ebenso wie zu urbanen Wohntrends. Robust, langlebig und hygienisch ist das Material. Ideale Eigenschaften für Türdrücker.

Ein uralter Werkstoff mit praktischen Eigenschaften

Die historischen Wurzeln von Messing reichen bis in die Antike zurück. Sukzessive verbesserte man die Materialverarbeitung, wodurch die Bedeutung der Legierung zunahm. Sie nahm etwas ab, als man im Mittelalter die Blechverarbeitung vorantrieb. Bei vielen Produkten bevorzugte man aber weiterhin den Messingguss. Dafür sind Beschläge gelungene Exempel, die vor der Industrialisierung entstanden.

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Der technische Fortschritt bewirkte viele Veränderungen. Er verdrängte die Türdrücker aus Messing aber nicht, die noch immer beliebt sind. Die lange Tradition beschert eine große Designvielfalt. Es ist zweitrangig, zu welcher Epoche sich antike Beschläge bekennen. Das Material wirkt angemessen. Gleichermaßen attraktiv rundet es moderne Türbeschläge ab. Rund hundert Jahre liegt die Gründung des Bauhausstils zurück. Die Entwürfe der Kunstschule muten aber trotzdem zeitgemäß an. Denn sie bekennen sich zur puristischen Ästhetik, die aktuell im Trend liegt.

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Typisch für den Bauhausstil ist ein Drückerpaar mit geradliniger Formgebung. Beim genauen Betrachten erschließt sich, dass man partiell von der geometrischen Klarheit abwich. Denn man optimierte zum Beispiel durch eine leichte Wölbung die Ergonomie der Griffe. Die Weimarer Werkstätte legte Wert auf die Materialqualität. So hielt man beim Türdrücker am Messing fest, das sich für den Einsatz seit Gedenken bewährt hatte. Zeittypisch waren Entwürfe, bei denen schwarzes Edelholz das silberfarbene Metall kontrastiert. Durch Materialkombinationen lockerte man Messingbeschläge schon zur Gründerzeit auf. Man tendierte allerdings weniger zu Holz.

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Stattdessen unterstrich glänzendes Porzellan den eleganten Touch der Metalllegierung. Die Gründerzeitbeschläge wirken dezent, wenn man sie beispielsweise mit barocken Pendants vergleicht. Auf dekorative Details wurde aber nicht komplett verzeichnet.

So unterscheiden sich die Gründerzeitkollektionen deutlich vom Zubehör im Bauhausdesign.

Bei genauerer und vergleichender Begutachtung der Beschläge beider Kunstströmungen wird deutlich: Beinahe für jede Einrichtungsidee finden sich passende Türdrücker.

Kupferlegierung mit vielen ästhetischen Facetten

Bereits lange vor Christi Geburt zur Zeit des griechischen Philosophen Aristoteles wurde das Messinghandwerk gepflegt. Manche Schriften bezeugen, dass die Geschichte noch weiter zurückreicht. Thematisiert wurde meist weniger der Metallwerkstoff. Vielmehr stand sein betrügerischer Einsatz im Vordergrund. Denn die optischen Parallelen zum Edelmetall nutzte man, um Messingarbeiten als kostbare Goldobjekte anzubieten.

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Das führte logischerweise dazu, dass man Messing als minderwertig einstufte. Später wendete sich das Blatt, weil mittelalterliche Handwerker wahrhaftige Meisterstücke aus dem soliden Material fertigten. Zur steigenden Wertschätzung trug bei, dass man zunehmend die Herstellungsmethoden verbesserte. Dadurch ließen sich die funktionalen Charakteristiken ebenso variieren wie die ästhetischen Merkmale. Die Kupferlegierung wird vornehmlich mit Zink versetzt. Fällt der Zinkgehalt gering aus, bleibt der rötliche Kupferton abgeschwächt erhalten.

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Bei einer klassischen Zusammensetzung erinnert das satte Gelb an Gold. Antike Beschläge erhalten einen exklusiven Touch, wenn man sie daraus fertigt. Wird der Kupferanteil noch mehr verringert, erinnert die Farbe der Türdrücker an Silber. Das verstärkt sich mit einer Vernickelung. Silberbeschläge erwartet man nicht an einer Tür. Die kühle Metallfarbe weckt deshalb heute Assoziationen mit dem industriellen Edelstahl. Das erklärt, warum silberfarbene Türdrücker aus Messing den Landhausstil modern akzentuieren. Die zahlreichen Metallfarben bescheren beim Design viel kreativen Freiraum. Zusätzlich erweitert die Oberflächenveredelung den Reigen der Möglichkeiten. Eine glanzvolle Politur unterstreicht die luxuriöse Note des Goldtons. Sie fällt etwas dezenter aus, wenn man die Oberflächen mattiert.

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Moderne Eleganz entfaltet sich, wenn man vernickelte Flächen poliert. Schick muten sie hingegen mit einer Mattierung an. Die Grundausstattung an der Tür erfüllt zunächst einen praktischen Zweck. Sie weckt deshalb nicht sofort die Aufmerksamkeit. Ihr ästhetischer Charakter wirkt sich dennoch auf das Ambiente aus. Es ist somit sinnvoll, die Türbeschläge passend zu den Einrichtungsideen auszusuchen.

Langlebige und pflegeleichte Türausstattung

Die lange Vita des Metallwerkstoffs wirkt sich auf die Wahrnehmung aus. Messingschläge haben einen traditionellen Akzent, der gut mit dem Landhausstil harmoniert. Das gilt für antike Beschläge ebenso wie für moderne Türdrücker. Beeindruckend ist die Bandbreite an Designideen, die auf verschiedenste Kunstepochen verweisen. So findet sich leicht eine Produktlinie, die zu den persönlichen Vorlieben beim Einrichten passt.

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Für Türdrücker aus Messing sprechen aber nicht nur die ästhetischen Vorzüge. Der Härtegrad des Werkstoffs ist optimal für die kreative Metallverarbeitung. Er sorgt gleichzeitig dafür, dass die Beschläge enorm robust sind. Sie sind für die Beanspruchungen gewappnet, die sich beim stetigen Schließen und Öffnen der Tür ergeben. Es spricht deshalb nichts dagegen, über Jahrzehnte hinweg an der identischen Ausstattung festzuhalten. Die metallischen Oberflächen lassen sich leicht reinigen. Eine intensive Pflege erwarten sie nicht. Das gilt insbesondere für matte Türbeschläge.

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Für medizinische Geräte und Räume verwendet man häufig Messing. Es hat einen antibakteriellen Effekt. Das entzieht Keimen bis zum gewissen Grad den Nährboden. Türgriffe werden ständig von den verschiedensten Personen angefasst. Selbst in äußerst sauberen Haushalten passiert es schnell, dass darüber beispielsweise eine Erkältung weitergereicht wird. Wer auf Messingbeschläge setzt, vermindert diese Gefahr galant.

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Grundsätzlich punkten alle Messinggriffe mit dem hygienischen Vorteil. Der keimtötende Effekt forciert sich aber bei goldfarbenen Designvarianten. Verantwortlich dafür ist der höhere Kupfergehalt.