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Akazienholz pflegen

« Glänzende Akazienmöbel über lange Zeit hinweg »

Akazienholz ist äußerst robust und langlebig. Die Möbelpflege geht leicht von der Hand. Beides gilt für die echte und die falsche Akazie. Es gibt aber einige Unterschiede zwischen dem natürlichen Werkstoff aus fernen Gefilden und dem europäischen Pendant. Wenn Sie die speziellen Charakteristiken berücksichtigen, bereiten Ihnen die Möbel aus Akazienholz lange Freude.

Edler Exot mit Ausdruckskraft

Aus der kargen Savanne hebt sich stolz ein Baum hervor. Schmal mutet sein Stamm im Vergleich zur Krone an. Ihre Form lässt Assoziationen mit einem Sonnenschirm zu. Bei der pittoresken Fantasiereise tut sich vor dem inneren Auge eine echte Akazie auf. Sie gehört zur Familie der Mimosengewächse und stellt grundsätzlich keine hohen Ansprüche. Die meisten ihrer rund 1.400 Gattungen lieben aber ein subtropisches oder tropisches Klima. Die Gewächse sind deshalb in entsprechenden Regionen auf dem afrikanischen, amerikanischen und australischen Kontinent anzutreffen. Selten siedeln sich die Hülsenfrüchtler in Südeuropa an. Das mitteleuropäische Wetter entspricht nicht den Bedürfnissen. Oftmals lassen sie sich eher den Sträuchern zuordnen. Akazienbäume können eine Höhe von 25 Metern erreichen.

Akazienholz, das mit Möbelöl bestrichen wird
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Angesichts der zahlreichen Pflanzengattungen überrascht es nicht, dass die Ästhetik von Akazienholz variiert. Häufig tritt eine warme Farbgebung mit rötlichem Touch auf. Die Maserung ist facettenreich, ohne dabei unruhig anzumuten. Möbel aus dem Werkstoff sind ausdrucksstark und elegant. Designer bevorzugen oft geradlinige Entwürfe, damit das edle Holz zur Geltung kommt. Die exotische Schönheit spricht für eine naturbelassene Verarbeitung. Manchmal wird die Holzfarbe mit einer Beize intensiviert oder verändert. Diese optische Veredelung ist zum Beispiel sinnvoll, wenn Sie ein kontrastreiches Möbeldesign mit hellen und dunklen Flächen mögen. Für den Materialschutz wird häufig ein transparentes Holzöl eingesetzt.

Pflegeleicht, aber anspruchsvoll beim Standort

Akazienholz überflügelt die Eiche, was die Robustheit angeht. Denn es beeindruckt nicht nur mit seiner extremen Härte. Da das Material biegsam ist, verzieht es sich bei der korrekten Möbelpflege kaum. Der Schutz vor Pilzen und Insekten ist naturgegeben. Das Holz kann deshalb unbehandelt über Jahrzehnte hinweg seine Tragfähigkeit bewahren. Der enorme Härtegrad hat praktische Vorzüge, erschwert aber die Holzbearbeitung. Zunächst wurde der Rohstoff hauptsächlich als Baumaterial eingesetzt, beispielsweise für Schiffe oder Brücken. Die ansprechende Optik bewegte später dazu, Holzmöbel aus dem Mimosengewächs zu fertigen.

Ein Akazienbaum in der Natur
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Der robuste Charakter und die Witterungsbeständigkeit erleichtern es, Akazienholz zu pflegen. Die meisten Verschmutzungen können Sie mit einem nebelfeuchten Tuch entfernen. Von einer nassen Reinigung raten Experten ab. Gleiches gilt für die Verwendung aggressiver oder synthetischer Putzmittel. Pflegen Sie das Holz ein bis zwei Mal pro Jahr mit einem Hartöl. Die Intensivkur schützt die Oberflächen nicht nur vor alltäglichen Beanspruchungen. Sie bewahren dadurch den attraktiven Naturton.

Es bereitet kaum Mühe, echtes Akazienholz zu pflegen. Etwas mehr Aufmerksamkeit ist bei der Platzierung der Objekte gefragt. Das elastische Hartholz reagiert empfindlich auf Schwankungen bei der Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Das gilt insbesondere dann, wenn sie abrupt erfolgen. Die dauerhafte Konfrontation mit trockener Hitze kann ebenfalls optische Makel hervorrufen.

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In der Wohnung ist es sinnvoll, eine Position direkt neben der Heizung zu vermeiden. Nutzen Sie bei Bedarf einen Luftbefeuchter für ausgeglichenes Raumklima. Das kommt Ihrem Wohlbefinden zugute und entspricht einer indirekten Möbelpflege. Wer das Gartenequipment im Winter einlagert, sollte beim Standortwechsel die besonderen Bedürfnisse von Akazienholz berücksichtigen.

Optimieren Sie sofort die klimatischen Rahmenbedingungen, wenn die Holzmöbel feine Risse entwickeln. Das Naturmaterial hat die Gabe, sich zusammenzuziehen und auszudehnen. Bei einer schnellen Reaktion gleicht es die anfänglichen Oberflächenschäden oft selbst aus. Eine Möbelrestauration mit Holzkitt können Sie sich in diesem Fall sparen.

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Akazienmöbel oder Robinienholz?

Wenn hierzulande von Akazienholz gesprochen wird, stammt der Rohstoff meist von der Robinie. Ihre Rinde, Blüten und Blätter sind ähnlich charakterisiert wie bei den tropischen Bäumen. Das führt bei Laien häufig zu Verwechslungen. Die originär in Nordamerika beheimatete Baumart wird volksmündlich als Scheinakazie bezeichnet. Obwohl sie den Mimosen zugeordnet wird, ist sie mit den echten Akaziengewächsen nur bedingt verwandt.

Das Massivholz der falschen Akazie ist von Jahresringen geprägt, die wegen ihrer scharfen Begrenzung wie Streifen anmuten. Zum abwechslungsreichen Holzmuster gesellt sich eine glatte Haptik. Die goldgelbe Holzfarbe erinnert an Honig. Der sowohl hell als auch warm erscheinende Werkstoff harmoniert wunderbar mit aktuellen Wohntrends. Er freut sich nicht nur deshalb über eine wachsende Fangemeinde. Es ist unkompliziert, Möbel aus dem falschen Akazienholz zu pflegen.

Maserung von Akazienholz
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Tipps für die Veredelung und Pflege

Das Hartholz der Pseudoakazie ist ausgesprochen dicht und biegsam. Die Natur stattete sie mit einem Schädlingsschutz aus. Hitze, Kälte, Trockenheit oder Nässe: Der Holzwerkstoff bewahrt auch dann seine Funktionalität, wenn er nicht imprägniert wird. Er bringt somit ähnliche Vorzüge mit wie das echte Akazienholz. Da Robinien zudem schnell wachsen, werden sie bei der Forstwirtschaft in Osteuropa und Südeuropa inzwischen gerne kultiviert. Wenn Sie auf einen umweltschonenden Konsum wertlegen, sind Holzmöbel aus Robinia pseudoacacia eine gute Wahl.

Erfahrene Hersteller nutzen nur Kernholz, das langsam getrocknet wird. Bei einer fachkundigen Rohstoffproduktion könnten Sie theoretisch die Gartenmöbel ganzjährig draußen einsetzen, ohne das falsche Akazienholz zu pflegen. Praktisch empfiehlt sich aber etwas Zuwendung, damit die schöne Ästhetik erhalten bleibt. Setzen Sie zum Beispiel auf eine Grundierung mit Leinöl. Es bietet einen verlässlichen Tiefenschutz und feuert die Holzmaserung an. Greifen Sie im Außenbereich zum Hartöl mit UV-Schutz, um die Holzmöbel zu pflegen. In der Wohnung eignet sich auch eine schützende Behandlung mit Wachs. Sie unterstreicht durch ihren Glanz die eleganten Facetten der Holzart.

Stahlwolle - Grad 000

Im Alltag reicht das Staubwischen mit einem weichen Tuch. Festsitzenden Schmutz beseitigen Sie mit einem leicht angefeuchteten Lappen. Leistungsstark ist ein modern formulierter Möbelbalsam. Damit reinigen, schützen und pflegen Sie geölte Holzflächen in einem Zuge. Bringen Sie keine chemischen Reinigungsmittel bei tiefsitzenden Verunreinigungen ins Spiel. Sinnvoller ist ein punktueller Schliff mit Stahlwolle, um das Manko zu beheben. Wir anschließend die Versiegelung mit Öl oder Wachs aufgefrischt, erfreuen die Holzmöbel wieder mit ihrem tadellosen Gesamteindruck.