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Das richtige Holz für den Außenbereich

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Weltweit gibt es Tausende von Holzarten, von denen sich einige für den Möbelbau empfehlen. Nur relativ wenige davon eignen sich hingegen für den Außenbereich. Selbst, wenn eine Holzart als wetterfest gilt, bedeutet das noch nicht, dass die klimatischen Bedingungen ihm nicht zusetzen können. Als besonders unkompliziert gilt allerdings das Holz der Robinie. Es liefert ist nicht nur sehr hart, sondern auch bemerkenswert pflegeleicht. Damit ist die Robinie ideal für Gartenmöbel, die ganzjährig zur Verschnaufpause im Außenbereich einladen.

Natürliche Abbauprozesse sind begrüßenswert und unvorteilhaft zugleich

Holz schmeichelt dem menschlichen Auge. Diverse Insekten lieben es ebenfalls, um daran zu knabbern oder sich einzunisten. Verschiedene Pilze verursachen Holzfäule oder die sogenannte Bläue, die bei Nadelhölzern die Farbe unschön verändert. Hinzu gesellt sich die Witterung, die in Mitteleuropa vielseitig ist. Regen, Schnee, Sonne und Kälte hinterlassen ihre Spuren. Die meisten Holztypen dehnen sich bei Feuchtigkeit aus. Bei Trockenheit ziehen sie sich wieder zusammen. Schäden wie Risse sind die Folge.

Eine blühende Robinie
© kelifamily / Fotolia.com

All das hat den positiven Nebeneffekt, dass der Rohstoff biologisch abbaubar ist. Dieser Prozess ist logischerweise unerwünscht, solange Sie die Holzmöbel im Garten verwenden. Holzschutz ist dafür gedacht, die Umwelteinflüsse auszubremsen. Das gelingt nur bedingt bei Gattungen, die empfindlich auf Nässe reagieren oder häufig von Schädlingen befallen werden.

Weichhölzer: wetterfühlig, aber angenehm leicht

Viele einheimische Nadelbäume wachsen zügig. Das wirkt sich positiv auf die umweltverträgliche Rohstoffgewinnung und den Preis aus. Auf der Strecke bleiben aber die Festigkeit und die Dichte des Werkstoffs. Die Fichte ist außerordentlich weich und elastisch. Da für den Außenbereich vorwiegend stark beanspruchte Holzmöbel wie Stühle benötigt werden, ist das Weichholz kaum geeignet. Die Kiefer ist zwar belastbarer, wird aber schnell feucht und neigt zur Schimmelbildung. Zu den populären Exoten zählt inzwischen der Eukalyptus. Die kostengünstige Holzart mag aber weder Wasser noch UV-Licht.

Gartenbank mit Armlehne (Verno, 3 Personen)    Gartenstuhl mit Armlehne (Verno)

Diverse Gründe können trotzdem sprechen, die sensibleren Werkstoffe im Garten zu verwenden. Schnell wachsende Weichhölzer sind meistens leicht. Das ist praktisch, wenn Sie den Standort der Gartenmöbel häufig verändern. Der Beistelltisch ist hierfür ein gelungenes Beispiel. Passend zur geplanten Freizeitaktivität taucht er neben der Sonnenliege, in der Sitzecke oder am Grill auf. Beantwortet ein anfälligeres Holz im Außenbereich eher die persönlichen Wünsche, müssen Sie nicht darauf verzichten. Wichtig ist aber, dass Sie die Holzmöbel gewissenhaft pflegen und umfassend schützen.

Sensibles Holz imprägnieren und beschichten

Für die Bedingungen in rauen Gefilden wurde dänisches Decköl entwickelt. Es dringt tief ins Innere ein und konserviert das Naturmaterial sowohl umweltschonend als auch verlässlich. Wenn bei stärkeren Regenfällen die Gartenmöbel aus Holz draußen bleiben, sollten Sie eine Lackierung ergänzen. So kombinieren Sie den Tiefenschutz der Ölbehandlung mit einer versiegelnden Beschichtung. Alternativ bietet sich eine hochwertig formulierte Holzwachslasur für den Oberflächenschutz an, die mit einem UV-Filter versehen ist. Die vorbeugenden Maßnahmen wehren Witterungseinflüsse effektiv ab, die auf das Holz im Außenbereich einwirken. So lässt sich die Lebensdauer der Objekte erhöhen.

STAHLWOLLE - Grad 1

Das gilt aber nur dann, wenn Sie am Ball bleiben. Es genügen beispielsweise kleine Kratzer im Lack. Schon dringt Feuchtigkeit ein und verursacht Holzschäden. Das komplette Abtragen der Versiegelung, mehrere Schleifgänge und das erneute Applizieren des Holzschutzes sind dann notwendig. Ansonsten ist die Funktionstüchtigkeit gefährdet. Zusätzlich ist es ratsam, während der Saison regelmäßig die Gartenmöbel zu pflegen. Im Winter sollten Sie das Equipment wegen der eingeschränkten Wetterbeständigkeit nicht im Garten lassen. Sie benötigen demnach einen Lagerplatz für die wechselhaften Jahreszeiten.

Wetterfeste Harthölzer aus den Tropen oder Europa

Der Pflegeaufwand sorgte lange Zeit dafür, dass Holzmöbel vielerorts aus dem Garten verschwanden. Unkomplizierter erschienen beispielsweise Kollektionen aus Kunststoff. An den modernen Materialien zieht die Witterung allerdings ebenfalls nicht spurlos vorbei. Vermisst wird außerdem der Charme des Natürlichen, der wunderbar mit Gestaltungsideen im Außenbereich harmoniert. Teak setzte sich als Alternative durch. Das harte Holz schützt sich selbst mit einem hohen Kautschukanteil vor klimatischen Strapazen und Fressfeinden. Sogar ohne Versiegelung oder Möbelpflege behalten deshalb die Gartenmöbel im Außenbereich langfristig ihre Funktionalität.

Holzöl zum Pflegen
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Die Kehrseite der Medaille ist der lange Transportweg, da der Rohstoff vorwiegend aus Südostasien stammt. Zum wachsenden Umweltbewusstsein passt dieser Aspekt nicht. Robinienholz punktet ebenfalls mit seinen exzellenten Festigkeitswerten und einer hohen Dauerhaftigkeit. Es verfügt außerdem über einen naturgegebenen Schutz gegen Feuchtigkeit, Pilzbefall und Schädlingen. Robinienmöbel sind deshalb ähnlich praktisch wie Kollektionen aus Teakholz. Das i-Tüpfelchen: Robinien wachsen in europäischen Wäldern. Der ökologische Fußabdruck fällt somit deutlich kleiner aus als beim Tropenholz.

Mehr Lebensqualität dank wetterfester Holzmöbel

Selbst wenn das naturbelassene Holz im Außenbereich verwendet wird, ist es wetterfest. Die Robinienmöbel entwickeln unbehandelt eine silbergraue Patina, bleiben aber funktionstüchtig. Eine Holzpflege ist nur notwendig, um den goldbraunen Farbton zu bewahren. Nach der Anschaffung können Sie die Holzmöbel im Garten meist ein Jahr nutzen, ohne aktiv zu werden. Auftreffendes Wasser perlt durch den natürlichen Wetterschutz ab.

DECKÖL (dänisches Öl) - Speziell für Außenbereich

Mit der Zeit lässt der Effekt nach und die Flächen fühlen sich rauer an. Wenn Sie diese Indizien bemerken, empfiehlt sich eine Verjüngungskur. Borma Wachs bietet geeignete Produkte an, mit denen Sie die Gartenmöbel aus Holz pflegen und die Ästhetik beeinflussen können: Während das Holzöl „Teak Sealer“ nur die naturgegebene Schönheit bewahrt, feuert klassisches Teaköl die Holzmaserung an.

Wer sich für Robinienholz entscheidet, erspart sich nicht nur viele Arbeitsschritte bei der Instandhaltung und Pflege seiner Gartenmöbel. Da die Gartenausstattung rund ums Jahr draußen bleiben kann, ergeben sich neue Perspektiven für die Freizeitgestaltung. Ergänzen Sie beispielsweise eine Feuerschale und eine wasserdichte Box im Umfeld der Sitzgruppe. Darin platzieren Sie griffbereit kuschelige Outdoordecken. So können Sie sich auch im Winter ganz spontan eine Teepause an der frischen Luft oder einen urigen Abend unterm Sternenhimmel gönnen.