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Kaputte Stelle im Holz wird mit Holzspachtemasse repariert
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Holzkitt herstellen

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Während der Restauration antiker Möbel springen schadhafte Stellen ins Auge. Bei der Konzeption neuer Einrichtungsobjekte ergeben sich Fugen. In beiden Fällen bevorzugen Profis Holzkitt, den sie selbst anrühren. Die Herstellung ist grundsätzlich unkompliziert, weil sich die benötigten Komponenten meist in der Werkstatt finden. Für Hobbyhandwerker kann es dennoch sinnvoller sein, auf das fertige Restaurationszubehör renommierter Marken zurückzugreifen.

Die beliebte Rezeptur der Hobbyisten: Schleifstaub und Leim

Laien sind beim Blick auf klassische Handwerkertipps erstaunt, wie unkompliziert man Holzkitt herstellen kann. Selten kommt man bei der Restauration um den Grundschliff herum. Der dabei entstandene Holzstaub bildet das Fundament. Für die homogene Konsistenz ist es wichtig, dass der Kitt keine groben Partikel enthält. Das lässt sich leicht verhindern, indem man das aufgesammelte Sägemehl durch ein Sieb streicht.

Der Füllstoff wird danach in einem Gefäß mit Holzleim verrührt. Bei der Zusammensetzung ist darauf zu achten, dass sich eine streichfähige Paste ergibt. Angesetzt wird der Holzkitt kurz vor der Verwendung. Nach dem Auftrag benötigt die Masse einige Stunden, um vollständig auszuhärten. Es ist deshalb taktisch clever, die Ausbesserung am Abend und das Nachschleifen am Folgetag vorzunehmen.

Mann schleift Holzwerkstück - es entsteht Holzstaub mit dem man Holzkitt herstellen kann
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Rezepttipps aus der Profiwerkstatt

Gewöhnliche Holzklebstoffe aus dem Baumarkt basieren häufig auf Polyurethan. Das ebnet dem breiten Einsatzspektrum den Weg, weil sich damit diverse Werkstoffe dauerhaft verbinden lassen. Der synthetische Grundstoff ist beispielsweise auch in Kunstleder enthalten, das völlig andere Eigenschaften als Holz aufweist. Dieser Unterschied kann unangenehme Überraschungen bescheren: Das Zwischenergebnis der Holzreparatur ist erfreulich. Nach dem Feinschliff lässt sich die Korrektur kaum nachvollziehen. Frohen Mutes widmet man sich der Versiegelung. Dabei stellt sich heraus, dass die Füllmasse völlig anders auf das Wachs oder Öl reagiert als die Holzoberfläche. Die Quintessenz ist ein fleckiger Gesamteindruck, der die Aufmerksamkeit direkt auf die Schadstelle lenkt.

Handwerker bearbeitet Holzfläche mit Holzkitt
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Für die Bindung setzen manche Heimwerker erfolgreich naturnah formulierten Akryl-Klarlack auf Wasserbasis ein. Wer für die fachkundige Restauration von Antiquitäten einen hochwertigen Holzkitt herstellen möchten, verwendet oft Glutinleim. Dabei handelt es sich um einen Klebstoff mit langer Tradition, der aus tierischen Abfällen gewonnen wird. Knochenleim ist deshalb ebenfalls eine übliche Produktbezeichnung. Als Grundlage eignet sich zudem ein selbst angesetzter Schellack. Wesentlich ist dabei eine hohe Konzentration des Naturharzes, das aus Absonderungen von Schildläusen besteht. Beide Inhaltsstoffe sind optimal, wenn Sie möglichst unauffällig das Holz reparieren möchten. Denn sie sorgen zum Beispiel dafür, dass sich der Holzkitt später problemlos beizen lässt.

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Mit Profitipps Holzkitt optimal herstellen

Laien sprechen häufig die Empfehlung aus, äußerst feines Sägemehl zu verwenden. Das bewirkt eine hohe Dichte, die nach der Trocknung die Belastbarkeit der reparierten Partie begünstigt. Da die Struktur harten Holzarten ähnelt, ergibt sich eine vergleichbare Reaktion beim Applizieren von Beize, Holzöl oder Holzwachs. Im Profibereich werden derartige Besonderheiten bedacht, wenn man Holzkitt herstellen möchte. Zu den nahe liegenden Ideen zählt das Beimischen gröberer Sägespäne, um die typischen Materialeigenschaften von Weichholz zu imitieren. Ein hoher Leimanteil forciert hingegen die Strapazierfähigkeit nach der Aushärtung. Das ist optimal bei einer Holzreparatur, die sich auftragende Elemente wie Kommodenfüße oder Stuhlbeine bezieht.

Holzkitt herstellen kann man auch mit größeren Spänen, um die Struktur von Weichholz zu imitieren
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Wenn das Restaurationsobjekt später mit einem deckenden Farblack veredelt wird, ist der ästhetische Eindruck der Ausbesserung zweitrangig. Das Blatt wendet sich bei einer Oberflächenveredelung, die das Naturmaterial inszeniert. In diesem Fall ist es bedeutend, Farbunterschiede zwischen dem Holz und der applizierten Füllpaste zu vermeiden. Logischerweise ist das Schleifmehl ideal, das bei den vorhergehenden Restaurationsschritten entstand. Es gilt aber zu bedenken, dass viele Bindemittel eine farbverändernde Wirkung haben. Im pastösen Zustand mutet der Farbton nahezu immer etwas dunkler an als nach der Trocknung. Berücksichtigen Sie diese Aspekte, wenn Sie Holzfüller herstellen.

Testen Sie das angemischte Restaurationszubehör stets an einer verdeckten Möbelpartie, bevor Sie es flächig anwenden.

So ist es gegebenenfalls möglich, sich durch das Beimischen von Pigmenten der originären Holzfarbe anzunähern.

Profizubehör für die tadellose Restauration von Holz

Beim Anmischen in Eigenregie sind einige Stolperfallen zu bedenken. Das gilt insbesondere, wenn gewöhnliche Produkte aus dem Heimwerkermarkt verwendet werden. Viele Hersteller bevorzugen Fachbegriffe bei den Angaben zu den Inhaltsstoffen. Bei Produkten aus dem Baumarkt fällt es deshalb nicht leicht, die Eignung einzuschätzen. Das spricht dafür, sein Interesse auf professionelles Restaurationszubehör zu lenken.

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Holzmasselösung erleichtert die Aufgabe, wenn man seinen eigenen Holzkitt herstellen möchte. Sie besteht aus einem Bindeharz, das den Farbton des Sägemehls nicht verändert. Bei den anschließenden Oberflächenbehandlungen ergeben sich außerdem keine Differenzen zum Holz. Bei fertigen Hilfsmitteln erübrigen sich viele Überlegungen. Das kommt unerfahrenen Laien entgegen, wenn sie Holz reparieren. Für den Außenbereich ist zum Beispiel ein Holzkitt optimal, der kurz vor der Applikation aus zwei Komponenten angerührt wird. Ähnlich unkompliziert gestalten sich Reparaturen mit einem gebrauchsfertigen Bio-Holzspachtel, der für den Innenbereich gedacht ist. Passend zu verbreiteten Harthölzern und Weichhölzern gibt es pigmentierte Varianten.

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Holzmasse wird üblicherweise für Beschädigungen eingesetzt, die größere Flächen des Möbelstücks betreffen. Bei deutlichen Mankos wie Ausbrüchen tendieren anspruchsvolle Restaurateure zur Einsatzarbeit: Sie integrieren ein Holzelement in die Lücke, bevor sie die Ritzen an den Rändern ausspachteln. Für kleinere Macken verwenden Fachleute hingegen Wachsstangenkitt. Das Spezialzubehör ermöglicht eine hohe Präzision beim Auffüllen und ist in zahlreichen Holztönen erhältlich.